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Beschreibung: Tagesaktuelle Nachrichten und News sowie faszinierende Bilder und Reportagen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Unterhaltung, Gesundheit, Reise, Kultur, Wissenschaft, Technik.

Wed, 18 May 2022 03:10:21 GMT

Leute: Harald Schmidt: Deutschland bräuchte Typen wie Elon Musk

Entertainer Harald Schmidt (64) hat sich bewundernd über Tech-Milliardär Elon Musk (50) geäußert. «Solche Typen bräuchten wir in Deutschland auch», sagte Schmidt im Interview von «Stuttgarter Zeitung» und «Stuttgarter Nachrichten» (Mittwochsausgabe). «Solche Cracks kommen in gar, gar keinem Fall aus den Geisteswissenschaften. Sie haben Mathe oder Physik studiert, kein Schwurbelfach, das war mir vor Cambridge nicht so klar», sagte Schmidt, nachdem er in dem Interview erzählt hatte, dass er kürzlich beim Club deutscher Studenten an der britischen Universität Cambridge zu Gast gewesen sei.

Entertainer Harald Schmidt (64) hat sich bewundernd über Tech-Milliardär Elon Musk (50) geäußert. «Solche Typen bräuchten wir in Deutschland auch», sagte Schmidt im Interview von «Stuttgarter Zeitung» und «Stuttgarter Nachrichten» (Mittwochsausgabe). «Solche Cracks kommen in gar, gar keinem Fall aus den Geisteswissenschaften. Sie haben Mathe oder Physik studiert, kein Schwurbelfach, das war mir vor Cambridge nicht so klar», sagte Schmidt, nachdem er in dem Interview erzählt hatte, dass er kürzlich beim Club deutscher Studenten an der britischen Universität Cambridge zu Gast gewesen sei.

«Die Studenten sind super drauf, alles Cracks! Da triffst du den Neunzehnjährigen, der seit zwei Jahren Mathe studiert und jetzt Philosophie und Medizin draufsattelt, weil er nicht weiß, was er am Ende machen will», sagte Schmidt.

Musk , der Physik und Wirtschaft studiert hat, ist heute nicht nur Chef des Elektroauto-Bauers Tesla, sondern gründete auch das Raumfahrtunternehmen SpaceX und war Mitgründer des Bezahldienstes Paypal. Sein neuestes Projekt: Er will Twitter kaufen. Kürzlich sagte er, die Entscheidung, den früheren US-Präsidenten Donald Trump von der Kurznachrichtenplattform zu verbannen, sei «moralisch falsch und einfach nur dumm» gewesen. Sicher ist die Übernahme von Twitter durch Musk allerdings noch nicht. Musk selbst nutzt den Dienst schon lange für sich - und ist berühmt-berüchtigt für seine teils verwirrenden Tweets.

Dass Musk möglicherweise Trump wieder twittern lassen will, lässt Harald Schmidt nach eigener Darstellung kalt: «Wer jetzt was auf Twitter schreibt, ist mir wurscht. Weil ich nichts mitzuteilen habe, bin ich in keinem Netzwerk. Meine Informationen hole ich aus der Zeitung, den Fernsehnachrichten und - super - aus dem Radio, damit bin ich voll ausgelastet», erklärte der Kabarettist und Showmaster («Harald Schmidt Show»). Im Herbst tritt Schmidt am Schauspiel Stuttgart auf.

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Wed, 18 May 2022 03:09:46 GMT

Pandemie: RKI registriert 72.051 Corona-Neuinfektionen

Mit einem Wert von 407,4 liegt die Sieben-Tage-Inzidenz erneut niedrier als am Vortag. Auch die Infektionszahlen sinken - derweil wurden weitere 174 Todesfälle registriert.

Das Robert Koch-Institut ( RKI ) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz mit 407,4 angegeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 437,6 gelegen (Vorwoche: 507,1; Vormonat: 808,8).

Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Vergleiche nur eingeschränkt möglich

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 72.051 Corona- Neuinfektionen (Vorwoche: 97.010 registrierte Ansteckungen) und 174 Todesfälle (Vorwoche: 231) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende immer mehr Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 25.890.456 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

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Wed, 18 May 2022 02:58:38 GMT

Versicherer: Extreme Unwetter 2021 trafen vor allem vier Bundesländer

2021 wurde Deutschland von Flutkatastrophe und starken Stürmen getroffen - doch die Schäden waren regional sehr ungleich verteilt.

Die Naturkatastrophen des vergangenen Jahres haben vor allem vier Bundesländer getroffen: Über neunzig Prozent der versicherten Schäden fielen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg an.

Das geht aus einer Auswertung des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. In absoluten Zahlen verursachten das Sturmtief «Bernd», Hagel und andere Unwetter in diesen vier Ländern 11,4 Milliarden der bundesweit 12,7 Milliarden Euro Schäden. Für die Versicherer war 2021 damit das Jahr mit den bislang teuersten Naturkatastrophenschäden in Deutschland .

Doch die Schäden waren regional sehr ungleich verteilt. Denn die übrigen zwölf Bundesländer kamen mit zusammen 1,3 Milliarden versicherten Schäden vergleichsweise glimpflich davon. In den vier besonders hart getroffenen Ländern überstiegen die Schäden jeweils die Milliardengrenze. In NRW allein trugen die Versicherer Kosten von 5,5 Milliarden Euro. In Rheinland-Pfalz waren es knapp 3, in Bayern und Baden-Württemberg jeweils gut 1,4 Milliarden. In den übrigen zwölf Bundesländern lag die Schadensumme dafür jeweils unter 300 Millionen Euro, in Bremen am Ende der Tabelle waren es lediglich sieben Millionen.

In dieser Bilanz des GDV  zusammengefasst sind die Schäden an Häusern und Hausrat, Gewerbe- und Industriebetrieben sowie Autos und anderen Kraftfahrzeugen. Der langjährige Mittelwert der Naturkatastrophenschäden in Deutschland liegt laut GDV bei 3,8 Milliarden Euro.

«Als Folge des Klimawandels müssen wir künftig immer öfter mit Wetterextremen und schweren Schäden rechnen», sagte Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Die Versicherer fordern deswegen «Klimafolgenanpassung», um künftige Schäden zu verringern. Konkret gemeint sind damit unter anderem Bauverbote in hochwassergefährdeten Gebieten.

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Wed, 18 May 2022 02:43:15 GMT

Gesellschaft: Mitarbeiter von Projekten für Vielfalt fühlen sich bedroht

Diskreditierung, Diffamierung, körperliche Übergriffe: Die Bedrohung kommt laut Betroffenen meist aus dem rechten bis rechtsextremen Spektrum, teils aber auch «aus der bürgerlich-konservativen Mitte».

Viele Mitarbeiter staatlich geförderter Projekte für «Vielfaltgestaltung» fühlen sich aufgrund ihrer Tätigkeit bedroht. Das zeigen die Ergebnisse einer Befragung des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

Die Wissenschaftler hatten für ihre Untersuchung 2020 zunächst die Verantwortlichen für 68 Modellprojekte kontaktiert, die über das Programm « Demokratie leben!» des Bundesfamilienministeriums Zuwendungen erhalten. Die unter dem Titel «Vielfaltgestaltung» geförderten Projekte bearbeiten die Problemfelder Antisemitismus, Muslimfeindlichkeit, Antiziganismus, Homo- und Transfeindlichkeit, Rassismus sowie den Themenbereich «Chancen und Herausforderungen der Einwanderungsgesellschaft».

Von den 50 Organisationen, die den ihnen zugesandten Online-Fragebogen zumindest teilweise ausfüllten, gaben rund zwei Drittel (34 Organisationen) an, in den zurückliegenden zwölf Monaten «mit konkreten, unmittelbaren Bedrohungen konfrontiert gewesen zu sein». Diese reichten von Diskreditierung, Verleumdung und Diffamierung (54 Prozent) bis hin zu körperlichen Übergriffen, von denen acht Prozent der Gruppen, die sich an der Befragung beteiligten, berichteten.

Nach den Urhebern gefragt, gaben Betroffene demnach an, dass die Bedrohungen zum weitaus größten Teil aus dem rechten bis rechtsextremen Spektrum stammen, wozu sie auch sogenannte Reichsbürger und Verschwörungsgläubige zählen. Jüdische Initiativen hätten darüber hinaus Anfeindungen aus dem islamistischen Bereich und
auch vereinzelte Übergriffe aus dem linksextremen, sogenannten anti-imperialistischen Spektrum geschildert. Organisationen, die sich gegen Transfeindlichkeit positionieren, hätten zudem von Diffamierungsversuchen «aus der bürgerlich-konservativen Mitte» berichtet.

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Wed, 18 May 2022 02:35:47 GMT

Europa: Deutsch-britische Wirtschaft gegen Londoner Nordirland-Pläne

Ein in Großbritannien eingebrachtes Gesetzesvorhaben soll die durch den Brexit entstandenen Handelsbarrieren mit Nordirland abbauen. Kritiker sagen, dies bedrohe die Integrität der EU-Institutionen.

Die Britische Handelskammer in Deutschland (BCCG) hat die Pläne der britischen Regierung scharf kritisiert, mit einem neuen Gesetz die Brexit-Sonderregeln für Nordirland teilweise auszuhebeln.

«Die Entscheidung ist ein Verstoß gegen das Völkerrecht und eine ernsthafte Bedrohung des durch das Karfreitagsabkommen erreichten Friedensprozesses in Nordirland», sagte BCCG-Vorstandsmitglied Alexander Altmann der Deutschen Presse-Agentur in London .

Würde das Vorhaben umgesetzt, könnten Anforderungen an Unternehmen in Nordirland beseitigt werden, bestimmte EU -Vorschriften zu befolgen, warnte Altmann. Dies bedrohe die Integrität der EU-Institutionen und gefährde das Funktionieren des EU-Binnenmarktes.

Mit dem sogenannten Nordirland-Protokoll soll eine harte Grenze zwischen Nordirland und dem EU-Staat Irland vermieden werden, die Spannungen in der ehemaligen Bürgerkriegsregion erneut befeuern könnte. Allerdings müssen nun Waren zwischen Großbritannien und Nordirland kontrolliert werden. Anhänger einer engen Anbindung Nordirlands an das Vereinigte Königreich - auch Unionisten genannt - fürchten dadurch eine Entfremdung und Abkopplung von London.

Die britische Außenministerin Liz Truss hatte am Dienstag ein Gesetzesvorhaben angekündigt, das die neu entstandenen Handelsbarrieren zwischen Nordirland und Großbritannien abbauen soll. Damit löst sich London von den mit Brüssel ausgehandelten Regelungen.

Das Nordirland-Protokoll «ist ein funktionierender Kompromiss, der von allen EU-Mitgliedstaaten und dem Vereinigten Königreich akzeptiert wurde», sagte Altmann. «Die einseitige Änderung des Protokolls stellt jetzt das gesamte Handelsabkommen in Frage und gefährdet nicht nur den Frieden auf der irischen Insel, sondern riskiert auch den Handel zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU noch weiter zu beschädigen.» Gerade angesichts explodierender Kosten etwa für Energie trage die Londoner Entscheidung zur Unsicherheit der Unternehmen bei, betonte der Partner bei der Londoner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Blick Rothenberg.

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Wed, 18 May 2022 02:35:30 GMT

Forderung nach Tempolimit: EU-Kommission legt Energiepaket vor

Wie kann die Europäische Union unabhängig von russischer Energie werden? Die EU-Kommission legt dazu heute ein umfangreiches Paket vor. Aus den Mitgliedstaaten kommen bereits kontroverse Vorschläge.

Der luxemburgische Energieminister Claude Turmes hat ein EU -weites Tempolimit gefordert, um sich von Energieimporten aus Russland zu lösen.

«Was wir auf EU-Ebene brauchen, ist ein EU-weit koordiniertes Geschwindigkeitslimit und zwei Tage Homeoffice pro Woche», sagte Claude Turmes der Deutschen Presse-Agentur. Zusammen mit autofreien Wochenenden in großen europäischen Städten könne man so 2,5 Millionen Barrel Öl einsparen. «Ich fordere die Kommission dringend auf, die Gelegenheit nicht zu verpassen, Europa auf diesen Weg zu bringen», sagte Turmes.

45 Prozent Erneuerbare bis 2030

An diesem Mittwoch stellt die EU-Kommission einen umfangreichen Plan vor, um die EU langfristig ohne fossile Brennstoffe aus Russland mit Energie zu versorgen. Neben höheren Energiesparzielen will die Behörde auch mehr Ehrgeiz beim Ausbau erneuerbarer Energien, wie aus Entwürfen hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Die Texte können sich noch ändern.

So sollen 45 Prozent der Energie in der EU bis 2030 aus erneuerbaren Quellen kommen, statt wie bisher geplant 40 Prozent. Zugleich wird voraussichtlich vorgeschlagen, den Energieverbrauch bis Ende des Jahrzehnts um mindestens 13 Prozent zu senken, statt wie bisher vorgesehen um 9 Prozent. Von einem Tempolimit ist in den Entwürfen nicht explizit die Rede - es sollen jedoch noch weitere Vorschläge vorgestellt werden, um den Energieverbrauch zu senken.

Insgesamt muss die EU den Entwürfen zufolge etwa 195 Milliarden Euro bis 2027 investieren, um unabhängig von russischer Energie zu werden - zusätzlich zu den Initiativen, die unter dem Klimapaket «Fit for 55» schon vorgesehen sind.

Solarzellen für die Industrie

Unter anderem soll sich die Anzahl der Solarstromanlagen den Entwürfen der EU-Kommission zufolge bis 2028 mehr als verdoppeln. Die Kommission will etwa, dass alle industriellen Gebäude mit Solarzellen bestückt werden, Neubauten sollen folgen. Zudem wird sie voraussichtlich eine Gesetzesinitiative für kürzere Genehmigungsverfahren von bis zu einem Jahr für bestimmte Anlagen vorstellen.

Die Kommission setzt zudem auf klimafreundlichen Wasserstoff, der etwa aus Ökostrom produziert wird und Gas teilweise ersetzen kann. Unter anderem will sie hier Vorgaben für die Produktion vorlegen. Bis 2030 sollen zehn Millionen Tonnen davon in der EU produziert und weitere zehn Millionen Tonnen importiert werden, wie aus den vorläufigen Dokumenten hervorgeht. Auch auf neue Gas-Lieferanten wie die USA setzt die Kommission. Für den Ernstfall, dass Russland den Gashahn zudreht, will sie zudem vorschlagen, den Gaspreis EU-weit zu deckeln.

Das Geld für die Umsetzung der Reformen soll dem Entwurf zufolge unter anderem aus dem Topf für die EU-Agrarpolitik oder aus dem Kohäsionsfonds für regionale Entwicklung kommen. Zusätzliches Geld könnte demnach durch die Versteigerung von neuen Zertifikaten aus dem Emissionshandel (ETS) hereinkommen. In dem System müssen etwa Stromproduzenten für den Ausstoß klimaschädlicher Gase Zertifikate kaufen.

Um welche Summe es sich insgesamt handelt, geht aus den Entwürfen nicht hervor. Laut EU-Quellen könnte es um 200 Milliarden Euro gehen. Die Vergabe der Mittel soll laut dem Entwurf über das im Zuge der Corona-Krise geschaffene Aufbauinstrument RRF organisiert werden.

CDU-Abgeordneter sieht Nachbesserungsbedarf

Nach Ansicht des EU-Abgeordneten Markus Pieper (CDU) enthält das Paket ambitioniertere Ausbauziele für erneuerbare Energie - das sei zu begrüßen. Anderswo müsse man nachbessern: «Teilweise begeben sich die Vorschläge auf gefährliche Abwege, so bei den Vorgaben für die Wasserstoffproduktion», sagte Pieper der dpa. Diese enthielten unerfüllbare Vorgaben für die Industrie.

Der Grünen-Abgeordnete Michael Bloss reagierte ebenfalls positiv. «Die EU-Kommission macht einen Schritt in Richtung 100 Prozent erneuerbare Energie», sagte er der dpa. Eine europäische Solarpflicht und die Erhöhung der Ziele für den Ausbau der Erneuerbaren seien wichtige Zeichen. Bloss kritisierte jedoch die geplante Finanzierung des Pakets. Zusätzlich Millionen Tonnen an Kohlendioxid (CO2) im Emissionshandel zu verkaufen, bedeute mehr CO2-Emissionen. «Zur Finanzierung des Pakets einen CO2-Sturm loszulassen, kann nicht unser Ziel sein», sagte Bloss.

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Wed, 18 May 2022 02:34:33 GMT

Innenpolitik: Union kritisiert geplante Aussetzung von Hartz-IV-Sanktionen

Bis Mitte 2023 sollen Arbeitssuchende keine Kürzung ihrer Hartz-IV-Leistungen fürchten, wenn sie gewisse Pflichten verletzen - das will Ampelregierung beschließen. Aus der Opposition kommt Kritik.

Die Union hat die von der Ampelkoalition geplante Aussetzung der Hartz-IV -Sanktionen scharf kritisiert. 

«Die Ampel gibt ohne Not das Prinzip von Fördern und Fordern auf, und zwar gegen den entschiedenen Rat aus vielen Arbeitsagenturen», sagte der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Hermann Gröhe (CDU), der dpa in Berlin . «Das sendet ein völlig falsches Signal.» Die Union lehne das Vorhaben entschieden ab.

Nach den Plänen der Koalition soll an diesem Donnerstag im Bundestag ein Gesetz verabschiedet werden, mit dem die Sanktionen bei Pflichtverletzungen voraussichtlich bis Mitte 2023 ausgesetzt werden sollen. So sollen Arbeitssuchende in der Zeit keine Kürzung ihrer Hartz-IV-Leistungen fürchten müssen, wenn sie etwa eine zumutbare Arbeit nicht annehmen. 

In einer Stellungnahme hatte die Bundesagentur für Arbeit (BA) gemahnt, die Jobcenter bräuchten weiter eine Handhabe, wenn sich einzelne Leistungsberechtigte vollständig verweigerten und etwa zumutbare Arbeitsangebote nicht annähmen. Wer sich bei einem Termin im Jobcenter nicht meldet, soll ferner erst im Wiederholungsfall Sanktionen fürchten müssen - und zwar in Höhe von maximal zehn Prozent des Regelbedarfs.

Gröhe sagte: «Vor einer kleinen Gruppe hartnäckiger Mitwirkungsverweigerer zu kapitulieren, ist völlig falsch.» Die Ampelkoalition gehe nun sogar über ihren eigenen, vom Kabinett beschlossenen Gesetzesentwurf hinaus. «Es ist ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die ihren Mitwirkungspflichten als Leistungsempfänger selbstverständlich nachkommen.» Ursprünglich sollten die Sanktionen nur bis zum Jahresende ausgesetzt werden. 

Der sozialpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Pascal Kober, wies die Kritik zurück. «Auch während des einjährigen Moratoriums führen mehrfache Terminversäumnisse zu Kürzungen der Leistungen», sagte er der «Augsburger Allgemeinen» (Mittwoch). «Sanktionsfreiheit und bedingungsloses Grundeinkommen durch die Hintertür wird es nicht geben», sagte er. «Denn der Grundsatz "Fördern und Fordern" hat bisher zur Reduzierung der Langzeitarbeitslosigkeit und zur nachhaltigen Integration von Menschen in den Arbeitsmarkt beigetragen.»

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Wed, 18 May 2022 02:18:12 GMT

Gesundheit: Affenpocken: Ärzte in Deutschland sollen achtsam sein

Meist rufen Affenpocken nur milde Symptome hervor, eine Infektion kann aber auch schwere Verläufe nach sich ziehen. In Großbritannien sind bislang sieben Fälle bekannt.

Nach mehreren Fällen von Affenpocken bei Menschen in Großbritannien sensibilisiert das Robert Koch-Institut (RKI) in Deutschland Ärzte für die Virusinfektion.

In einem vom RKI veröffentlichten Beitrag heißt es, angesichts der Fälle im Vereinigten Königreich sollten Affenpocken auch dann bei unklaren pockenähnlichen Hautveränderungen als mögliche Ursache in Betracht gezogen werden, wenn die Betroffenen nicht in bestimmte Gebiete gereist seien. Männer, die Sex mit Männern haben, sollten laut RKI bei ungewöhnlichen Hautveränderungen «unverzüglich eine medizinische Versorgung aufsuchen».

Unklare Hintergründe

In Großbritannien hatte sich die Zahl der erfassten Fälle der seltenen Erkrankung nach Angaben der Gesundheitsbehörde UK Health Security Agency (UKHSA) von Montag auf sieben erhöht. Verbindungen zwischen Betroffenen sind nur teilweise bekannt. Teils sei unklar, wo sich Betroffene angesteckt haben. Bei vier jüngst gemeldeten Fällen handele es sich um Männer, die sexuellen Kontakt mit anderen Männern hatten. Sie sollen sich in London angesteckt haben.

Die erste Infektion, die Anfang Mai in Großbritannien bekannt geworden war, soll hingegen auf eine Ansteckung in Nigeria zurückgehen. Daraufhin hatten britische Experten betont, dass die Affenpocken nicht leicht von Mensch zu Mensch übertragen würden und dass das Risiko für die Allgemeinbevölkerung sehr gering sei.

Die Virus -Erkrankung ruft nach Angaben der UKHSA meist nur milde Symptome hervor, kann aber auch schwere Verläufe nach sich ziehen. Ansteckend seien nur symptomatisch Erkrankte bei engem Kontakt. Nach UKHSA-Angaben zählen zu den ersten Krankheitsanzeichen: Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen, geschwollene Lymphknoten, Schüttelfrost und Erschöpfung. Es könne sich ein Ausschlag entwickeln, der sich oft ausgehend vom Gesicht auf andere Körperteile ausbreite. Der Ausschlag sehe je nach Phase unterschiedlich aus und könne Windpocken und Syphilis ähneln.

Viele Menschen haben keinen Impfschutz mehr

Die Pocken des Menschen gelten seit 1980 nach einer großen Impfkampagne weltweit als ausgerottet. Wie das RKI erläutert, haben weite Teile der Weltbevölkerung mittlerweile allerdings keinen Impfschutz mehr. In Nigeria würden nun seit 2017 vermehrt Affenpockeninfektionen beim Menschen diagnostiziert - und Fälle in Verbindung mit Reisen dorthin vor allem im Vereinigten Königreich.

Fachleute vermuten, dass der Erreger der Affenpocken in Nagetieren zirkuliert, Affen gelten als sogenannte Fehlwirte. «Infektionen können durch Kontakt mit Sekreten infizierter Tiere übertragen werden», heißt es im RKI-Bericht. Übertragungen von Mensch zu Mensch durch Kontakte mit Körperflüssigkeiten oder Krusten seien mit Infektionsketten von bis zu sechs Menschen beschrieben. «Auch die sexuelle Übertragung von Pockenviren ist möglich», hieß es.

In einem Fachartikel von 2019 hielten drei RKI-Mitarbeiter fest: «Außerhalb von Afrika wurden Affenpocken bei Menschen lediglich dreimal identifiziert: im Jahr 2003 in den USA und im Jahr 2018 im Vereinigten Königreich und Israel». Die meisten Menschen - über 30 Fälle wurden erfasst - steckten sich demnach in mehreren US-Bundesstaaten an. In die USA sei das Virus mit dem Transport 800 kleiner Säugetiere aus Ghana eingeschleppt worden. Die Betroffenen sollen sich nicht direkt bei diesen Tieren angesteckt haben, sondern durch Kontakt zu Präriehunden, die vor ihrem Weiterverkauf in der Nähe der ghanaischen Tiere gehalten worden waren.

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Wed, 18 May 2022 01:49:22 GMT

Neuanfang in Berlin: Ukrainerin will heraus aus dem Wartezustand

Den Beginn des russischen Angriffs im Februar hat Olha aus Kiew im Nachtzug erlebt. Die Angst dieser Stunden steckt ihr immer noch in den Knochen. Ihre Zukunft sieht sie erst einmal in Berlin.

Olha will in Deutschland bleiben, erst einmal.

Die junge Frau mit dem breiten Lächeln sagt, sie kenne etliche Landsleute, die in den vergangenen Wochen in die Ukraine zurückgegangen seien - weil sie es ohne ihre Angehörigen nicht ausgehalten hätten oder weil es ihnen schwer gefallen sei, sich an die hiesigen Gepflogenheiten zu gewöhnen.

Für sie selbst komme das derzeit aber nicht infrage, sagt sie. «Ich verstehe die deutsche Kultur, ich spreche die Sprache.» Über Ostern war die 30-jährige zwar für einige Tage bei ihren Eltern in der Ukraine. Doch das ständige Sirenengeheul, die Angst und die Ungewissheit setzten ihr zu.

Studierte Germanistin

Jetzt ist die blonde Ukrainerin zurück in Berlin -Friedenau, wohnt wieder im Gästezimmer von Ullas geräumiger Altbauwohnung, in dem früher auch schon einmal ein syrischer Flüchtling untergekommen war. Ein ukrainischer Rechtsanwalt aus der Nachbarschaft hat die pensionierte Schulleiterin und die Wirtschaftsprüferin aus Kiew Anfang April zusammengebracht.

Als sie den Anwalt kennenlernte, der sich in der Hilfe für geflüchtete Ukrainer engagiert, wohnte Olha in einer Erstaufnahmeeinrichtung auf dem Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik in Berlin-Reinickendorf. Mit ihren Sprachkenntnissen half die studierte Germanistin in der Einrichtung, in der Schutzsuchende normalerweise nur kurze Zeit bleiben, als Übersetzerin aus. «Es war gut, ich war immer beschäftigt, ich konnte helfen», erzählt sie. Das habe ihr geholfen, die Gedanken an den Krieg in der Heimat zu verdrängen.

Doch dann hätten Bewohner der Unterkunft ein Kissen und andere Gegenstände aus ihrem Zimmer entwendet. Deshalb sei sie am Ende sehr froh gewesen, als sich die Möglichkeit geboten habe, bei Ulla einzuziehen. Für Ukrainerinnen, die zusammen mit Angehörigen oder Freunden in Deutschland seien, sei es vielleicht einfacher, in so einer Unterkunft zu leben. Als Frau alleine habe sie sich in dem Gebäude, wo man die Zimmertür nicht abschließen könne, nicht so wohl gefühlt.

Keine klare Perspektive - das quält

Ihre 74-jährige Gastgeberin sagt, Olha sei «ein Glücksfall». Da die Ukrainerin sehr gut Deutsch spreche, sei es einfach mit der Verständigung. Die junge Frau sei sehr selbstständig. Sie habe nun auch eine Zusage für ein bezahltes Praktikum erhalten, das am 1. Juni beginnen solle. Ihre Stelle als Wirtschaftsprüferin im Staatsdienst, ihre Mietwohnung in einem Hochhaus in Kiew, all das hat Olha zurückgelassen.

«Erst dachte ich, ich bleibe nur ein paar Tage in Deutschland oder Wochen, aber ich weiß, dass alle Flüchtlinge so denken», sagt die Ukrainerin. Schließlich habe sie vor sieben Jahren bei einer Organisation gearbeitet, die sich um Vertriebene aus dem Donbass und um Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan gekümmert habe. Daher wisse sie, wie quälend es sei, keine klare Perspektive zu haben.

Kurz bevor der Krieg begann, schickte Olha aus Kiew Pakete mit einigen ihrer Kleidungstücke zu ihren Eltern, die im Westen der Ukraine, nahe der Grenze zu Belarus leben. «Der Krieg lag schon in der Luft - und ich wollte nicht dastehen wie viele dieser Menschen, die mir erzählt haben, dass sie nur mit einem T-Shirt und Flipflops losgelaufen sind», sagt sie.

Explosionen erschienen aus dem Zugfenster «wie ein Feuerwerk»

Am 23. Februar - wenige Stunden, bevor die russischen Bombardierungen begannen - bestieg Olha, die ihren Familiennamen nicht veröffentlicht sehen will, den Nachtzug nach Kowel. In den frühen Morgenstunden sah sie aus dem Zugfenster die Explosionen. Sie erschienen ihr unwirklich, «wie ein Feuerwerk». Ihr Vater kam mit dem Auto nach Kowel, um sie abzuholen. An diesem Punkt der Erzählung fängt Olha an zu weinen. Den schwarzen Tee, der in der Tasse vor ihr langsam kalt wird, hat sie nicht angerührt. «Ich arbeite daran, ruhig zu sein», sagt die junge Frau.

Im Haus ihrer Eltern schliefen sie in den ersten Nächten im Flur. Da es in der Region viele Seen gebe, hätten die Häuser in dieser Gegend keine Keller, in denen man Schutz suchen könne, sagte Olha. Ihr Bruder habe gesagt, sie sei eine «Panikeurin», eine, die schnell in Panik gerate. Er habe sie gedrängt, über Polen nach Berlin zu fahren. «Wenn wir alle ums Leben kommen, dann musst Du bleiben», habe er zu ihr gesagt.

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Wed, 18 May 2022 01:31:19 GMT

Mögliche Koalition: Erstes Treffen von CDU und Grünen nach NRW-Landtagswahl

Eine Regierungskonstellation Schwarz-Grün hat es im Industrieland NRW noch nicht gegeben. Bereits wenige Tage nach der Wahl setzen sich Vertreter beider Parteien in Düsseldorf an einem Tisch.

Drei Tage nach ihren Erfolgen bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen treffen sich Vertreter von CDU und Grünen zu einem ersten Gespräch. In Düsseldorf kommen auf Einladung der CDU heute Nachmittag jeweils fünf Politiker beider Parteien zusammen.

Darunter sind Ministerpräsident Hendrik Wüst und Grünen-Landeschefin Mona Neubaur. Nach Angaben beider Seiten geht es dabei um eine Bewertung der aktuellen politischen Lage in Nordrhein-Westfalen . Von einem Sondierungsgespräch ist in den Mitteilungen nicht die Rede. Rein rechnerisch hätte Schwarz-Grün eine deutliche Mehrheit im neugewählten Parlament des bevölkerungsreichsten Bundeslandes.

Grüne als drittstärkste Kraft

Die Grünen, die ihr Ergebnis gegenüber der Landtagswahl 2017 fast verdreifacht haben und mit 18,2 Prozent am Sonntag drittstärkste Kraft wurden, sprechen damit zuerst mit dem Wahlsieger CDU. Sie stehen aber auch für Gespräche mit der SPD bereit, wie Neubaur am Dienstag nach der konstituierenden Sitzung der Landtagsfraktion deutlich gemacht hatte. «Wenn die SPD uns einlädt, reden wir selbstverständlich auch mit ihr», betonte sie. Die Grünen seien bereit, Verantwortung zu übernehmen - auch in schwierigen Zeiten.

Die SPD will trotz eines historisch schlechten Ergebnisses Möglichkeiten für eine Ampel-Koalition wie im Bund ausloten. SPD-Landeschef Thomas Kutschaty kündigte am Dienstag an, Grüne und FDP zu Gesprächen einladen zu wollen. Für Rot-Grün reicht es nach dem Wahlergebnis ohnehin nicht. Um eine Regierung anführen zu können, würde die SPD neben den Grünen auch die FDP als Partner benötigen.

Der FDP -Fraktionschef im Landtag, Christof Rasche, ist zwar für Gespräche mit anderen Parteien offen. «Ich gehe davon aus, dass wir miteinander sprechen, aber eines ist ja klar: Es wird Schwarz-Grün geben, und nichts anderes steht zur Debatte», erklärte er am Dienstag.

Jusos gegen große GroKo unter CDU-Führung

Der Spitzenkandidat des Wahlsiegers CDU, Hendrik Wüst, sieht den Wählerauftrag für die anstehende Regierungsbildung klar bei seiner Partei und hatte nach der Wahl Gespräche mit allen demokratischen Parteien angekündigt. Kutschaty berichtete, von der CDU habe ihn am Montag ebenfalls eine Einladung zum Gespräch erreicht. «Wir sind doch schon längst alle im Gespräch», erklärte der SPD-Landeschef.

Die nordrhein-westfälischen Jusos können sich eine große Koalition unter Führung der CDU unter keinen Umständen vorstellen. «Wir haben für einen Politikwechsel geworben, und deswegen ist die GroKo für uns absolut ausgeschlossen in Nordrhein-Westfalen», sagte der Vorsitzende der SPD-Jugendorganisation, Konstantin Achinger, der dpa. Nach seinen Worten müssten die Sozialdemokraten das Wahlergebnis «mit Demut» annehmen. CDU und Grüne seien nun zuerst am Ball, die SPD sei aber bereit für eine Ampel-Koalition. «Ob die FDP in NRW für einen solchen Aufbruch zur Verfügung steht, bleibt mit Fragezeichen versehen.»

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Tue, 17 May 2022 23:51:23 GMT

Ukraine-Krieg: Selenskyj: Telefonat mit Scholz «recht produktiv»

In seiner Wortwahl bleibt der ukrainische Präsident nach seinem Gespräch mit dem Bundeskanzler freundlich, aber zurückhaltend. Anders sieht es mit Blick auf den französischen Regierungschef aus.

Nach Spannungen im Verhältnis zwischen Kiew und Berlin hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sein Telefonat mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) als «recht produktiv» bezeichnet.

Man habe unter anderem über militärische Unterstützung für die Ukraine gesprochen, teilte Selenskyj in der Nacht zum Mittwoch in seiner täglichen Videoansprache mit. Er habe Scholz über die aktuelle militärische Lage und ihre mögliche künftige Entwicklung informiert, sagte der Präsident.

Etwas andere Worte wählte Selenskyj, um sein Gespräch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu beschreiben. Diese Unterhaltung sei «substanziell und lang» gewesen, sagte er. Es sei unter anderem um die nächste Runde der europäischen Sanktionen gegen Russland sowie die Pläne der Ukraine für einen raschen Beitritt zur Europäischen Union gegangen.

Dem Élyséepalast zufolge stellte Macron in Aussicht, dass die Waffenlieferungen aus Frankreich weitergehen und intensiver würden. Er habe auch bestätigt, dass über den ukrainischen EU-Beitritt im Juni beraten werden solle.

Zu Irritationen im deutsch-ukrainischen Verhältnis kam es Mitte April. Die ukrainische Seite lehnte einen Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Kiew ab, dem sie vorwarf, einst als SPD-Außenminister eine pro-russische Politik verfolgt zu haben. Scholz wollte daraufhin nicht nach Kiew fahren. Die Spannungen wurden den Regierungen zufolge mit klärenden Gesprächen Anfang Mai gelöst.

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Tue, 17 May 2022 22:25:41 GMT

Raumfahrt: Anhörung: Ufos geben US-Militär weiter Rätsel auf

Dem US-Militär liegen immer mehr Meldungen über nicht identifizierte Flugobjekte vor. Hinweise über einen außerirdischen Ursprung gibt es bei einer Anhörung im Kongress in Washington nicht - Erklärungen in vielen Fällen aber ebenso wenig.

Zahlreiche Beobachtungen von unidentifizierten Flugobjekten aus den vergangenen Jahren geben dem US-Militär weiterhin Rätsel auf.

Das ging bei der ersten Anhörung im US-Repräsentantenhaus seit mehr als 50 Jahren zu «nicht identifizierten Luftphänomenen» (Unidentified Aerial Phenomena, UAP) hervor - so bezeichnet das US-Militär Ufos. Der Vizedirektor des Marine-Geheimdienstes (ONI), Scott Bray, sagte, die UAP-Taskforce in seiner Behörde habe aber keine Hinweise darauf, dass unter den unerklärlichen Himmelsobjekten solche außerirdischen Ursprungs seien.

Pentagon-Mitarbeiter: «Sind offen für alle Hypothesen»

Der Vorsitzende des Unterausschusses für Spionageabwehr im Repräsentantenhaus, Andre Carson, sagte: «UAP sind unerklärlich, das ist wahr. Aber sie sind real. Sie müssen untersucht werden.» Der Abgeordnete Peter Welch merkte an: «Keiner weiß, ob es außerirdisches Leben gibt. Es ist ein großes Universum. Und es wäre ziemlich anmaßend, eine eindeutige Schlussfolgerung zu ziehen.» Der hochrangige Pentagon-Mitarbeiter Ronald Moultrie, der sich bei der Anhörung als Science-Fiction-Fan zeigte, sagte: «Wir sind offen für alle Hypothesen und Schlussfolgerungen, auf die wir stoßen könnten.»

Bray sagte: «Seit den frühen 2000er Jahren haben wir eine zunehmende Anzahl von nicht genehmigten und/oder nicht identifizierten Flugzeugen oder Objekten beobachtet.» Berichte über Sichtungen dauerten an. Die Zunahme der Meldungen sei auch auf Faktoren wie verbesserte Sensoren oder neuere Flugsysteme wie Drohnen zurückzuführen. Sie sei aber auch eine Folge der Bemühungen des Militärs, die früher mit einem Stigma belegten Meldungen über Sichtungen von unbekannten Flugobjekten einzufordern. «Die Botschaft ist nun deutlich: Wenn Sie etwas sehen, müssen Sie es melden.»

140 unerklärte Himmelserscheinungen

Im Juni vergangenen Jahres hatten die US-Geheimdienste einen Bericht zu UAP vorgelegt. Daraus ging hervor, dass es keine Erklärungen für rund 140 Himmelserscheinungen aus den vergangenen zwei Jahrzehnten gab. Bray sagte, seit der Veröffentlichung des Berichts habe die Zahl der gemeldeten Beobachtungen auf rund 400 zugenommen.

Bray zeigte bei der Anhörung zwei Videos. Auf einem davon war nach seinen Worten ein «kugelförmiges Objekt» zu sehen, das am Cockpit eines Kampfjets vorbeifliegt. «Ich habe keine Erklärung dafür, was dieses spezifische Objekt ist.» Ein zweites Video zeigte ein dreieckiges schwebendes Objekt, das durch ein Nachtsichtgerät beobachtet worden sei. Einige Jahre später seien von der Marine ähnliche Beobachtungen gemacht worden. Bray beschrieb die Objekte als «unbemannte Luftfahrtsysteme».

Bray sagte auf Nachfrage, Zusammenstöße von US-Kampfjets mit den unbekannten Objekten habe es bislang nicht gegeben. «Wir hatten aber mindestens elf Beinahe-Zusammenstöße.» Kommunikation mit den Objekten habe es nicht gegeben. US-Streitkräfte hätten in keinem Fall das Feuer auf ein UAP eröffnet. Der Marine-Geheimdienstler sagte weiter, die Beobachtungen seien nicht auf die USA beschränkt. «China hat seine eigene Version einer UAP-Taskforce eingerichtet. Es ist also klar, dass eine Reihe von Ländern Dinge im Luftraum beobachten, die sie nicht identifizieren können.»

Nur ein Teil der Anhörung war öffentlich. Mehrere Fragen der Abgeordneten an Bray und Moultrie sollten danach hinter verschlossenen Türen diskutiert werden.

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Tue, 17 May 2022 22:20:00 GMT

"Joko & Klaas gegen ProSieben": Keine 15 Minuten zum Staffelfinale

In der letzten Folge der aktuellen Staffel von "Joko & Klaas gegen ProSieben" mussten die Moderatoren einen weiteren Misserfolg verkraften.

Die fünfte Staffel von "Joko & Klaas gegen ProSieben" muss das Moderatoren-Duo mit einem Misserfolg beschließen. Joko Winterscheidt (43) und Klaas Heufer-Umlauf (38) haben am 17. Mai die fünfte Folge gegen ihren Sender verloren und landen damit unterm Strich bei zwei Siegen und drei Niederlagen. Ihre 15 Minuten Live-Sendezeit am Mittwoch entfallen damit.

So lief die letzte Folge der aktuellen Staffel für Joko und Klaas

In den Abend startete das Gespann mit einem Teilerfolg. Sie sollten sich trotz mehrerer Hindernisse einen Weg ins Studio bahnen, was ihnen mit gerade einmal vier verbliebenen Sekunden unter frenetischem Applaus des Studio-Publikums gelang. Im zweiten Spiel waren die beiden jedoch gegen Annemarie Carpendale (44) und ihren Ehemann Wayne (45) unterlegen. Ein Teil des Teams sollte sich zwei Gegenstände aussuchen und mit nur einem Wort beschreiben, während der andere richtig tippen musste, welche Objekte gemeint sind.

Für die dritte Herausforderung bekamen Winterscheidt und Heufer-Umlauf mit René Adler (37) und Sven Hannawald (47) erneut zwei Promi-Herausforderer gegenübergestellt. Einer sollte auf Kisten klettern, ein anderer aus der Entfernung den Stapel des Gegners zum Einsturz bringen. Auch hier waren die beiden knapp unterlegen. Gegen H. P. Baxxter (58) waren sie daraufhin erfolgreich. Das Duo und der Scooter-Frontmann sollten verfremdete Songs seiner Gruppe erkennen.

Dann sollten sie zehn Gegenstände auf vorgesehenen Flächen auf dem LED-Fußboden des Studios platzieren, die allerdings verschwanden. Nach einem Sieg in diesem Spiel folgte schließlich noch einmal ein Dämpfer für das Duo. Zuschauer Florian trat in einem ungewöhnlichen Quiz gegen die beiden an. Sie mussten fünf Fragen möglichst unkenntlich machen, damit er nicht die jeweilige Antwort geben konnte. Da er zwei Fragen aber trotzdem entziffern und richtig beantworten konnte, wurde auch diese Aufgabe nicht erfolgreich von Winterscheidt und Heufer-Umlauf gelöst.

"Alles in Arbeit"

Somit ging das Duo mit drei Vorteilen ins Finale der Sendung. Sie hatten dadurch insgesamt 35 Versuche, um fünf Gegenstände auf "die hohe Kante" zu legen. Die beiden sollten unter anderem ein Feuerzeug so werfen, dass es auf einer an einer Wand befestigten Banane liegen bleibt. Da sie dies nicht schafften, bekommen sie am Mittwoch auch keine Sendezeit. Zur Strafe müssen Winterscheidt und Heufer-Umlauf stattdessen bis zum kommenden Sonntag den Instagram-Account von ProSieben übernehmen, um mehr Follower anzulocken.

Auch den ersten Beitrag veröffentlichten die beiden nach der Show schon . "Alles in Arbeit. Wir sehen uns morgen. Joko & Klaas", heißt es in dem Post. Der beigefügte Kommentar klingt dabei schon fast wie eine Drohung: "Ihr wolltet es so."

Steven Gätjen (49), der wie immer durch die Sendung führte, deutete zuletzt an, dass neue Folgen der Show im Herbst zu sehen sein werden.

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Tue, 17 May 2022 22:16:51 GMT

Pandemie: Eine Million Corona-Tote in den USA

Die Zahl der am Coronavirus gestorbenen Menschen ist in den USA nun siebenstellig. Im internationalen Vergleich ist das Land somit trauriger Spitzenreiter.

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in den USA mehr als eine Million Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das ging aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) hervor.

Kein Land hat in absoluten Zahlen mehr Corona-Tote registriert als die Vereinigten Staaten , in denen rund 330 Millionen Menschen leben. US-Präsident Joe Biden hatte bereits in der vergangenen Woche anlässlich eines internationalen Covid-Videogipfels die schmerzhafte Wegmarke beklagt und angeordnet, für mehrere Tage die Flaggen auf allen öffentlichen Gebäuden in den USA in Erinnerung an die Corona-Toten auf halbmast zu setzen. Den offiziellen Zahlen zufolge war die Millionen-Marke zu dem Zeitpunkt noch nicht ganz überschritten gewesen.

Die Webseite der Johns Hopkins Universität wird regelmäßig aktualisiert und zeigt einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der US-Gesundheitsbehörde CDC. In manchen Fällen wurden die Zahlen nachträglich wieder nach unten korrigiert.

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Tue, 17 May 2022 22:00:00 GMT

"Die Boss": Anika Decker über Klage gegen Til Schweiger: "Gehe davon aus, dass ich dadurch weniger Aufträge bekomme"

Anika Decker ist die erfolgreichste deutsche Drehbuchautorin und auch eine der Mutigsten: Vor Gericht klagt sie gerade gegen Til Schweiger und Warner Bros. Bei "Die Boss" verrät sie, ob sie nochmal mit Schweiger arbeiten würde und warum sie feministische Themen in ihren Filmen versteckt.

Wer deutsche Komödie liebt, kommt an Anika Decker nicht vorbei: Die Drehbuchautorin steckt hinter Kinohits wie "Keinohrhasen", "Rubbeldiekatz" oder "Traumfrauen", ist für den prägnanten Humor dieser Filme verantwortlich. In den Schlagzeilen ist Decker momentan aber wegen ihrer spektakulären Klage gegen Til Schweiger und die Produktionsfirma Warner Bros. Es geht um eine gerechtere Beteiligung an den Millionen-Erlösen von "Keinohrhasen". Im stern -Podcast "Die Boss" erzählt sie unter anderem, warum sie sich getraut hat, einen der mächtigsten Männer der Branche vor Gericht zu bringen.

Die Boss mit Caroline Farberger 10.00 "Ich hab nur gelernt für mich: Geld ist Respekt. Bezahlung ist eine Form von Respekt", sagt Decker im Gespräch mit Gastgeberin Simone Menne . Die möglichen Konsequenzen hat sie deutlich vor Augen: "Ich gehe fest davon aus, dass ich dadurch auch weniger Aufträge bekomme oder viele Leute mit mir nicht mehr arbeiten werden, weil ich 'unbequem' bin." Einen Teilerfolg konnte sie kürzlich vor Gericht erzielen, die Produktionsfirmen müssen ihr Einsicht in die Einkünfte geben. Dann geht es weiter in einer sogenannten Stufenklage.

Decker, die auch als Regisseurin arbeitet, spricht im Podcast außerdem über ihre Zeit im künstlichen Koma und die Reha nach einer schweren Blutvergiftung, die sie in ihrem ersten Roman verarbeitet hat. "Eben bin ich noch irgendeinen roten Teppich langspaziert und dann – bumm – lag ich in diesem Bett. Man sagt immer: In guten wie in schlechten Zeiten. Und das tatsächlich zu erleben, bevor man 80 Jahre alt ist, war eine Erfahrung, die mich total umgehauen hat. Die Liebe meiner Familie oder meiner engen Freunde zu erfahren, in der Situation, in der ich gar nichts leisten konnte, das musste beschrieben werden."

Am 7. Juli erscheint ihr neuer Film "Liebesdings", es ist eine romantische Komödie mit Elyas M'Barek in der Hauptrolle. Decker bricht darin mit den gängigen  und lässt die Liebesgeschichte in der feministischen Szene spielen, schickt etwa ihre Hauptfigur auf queere Partys. "Ich hab gar keine Lust gehabt, den klischeemäßigen Macho zu schreiben, der in diese Welt kommt. Den find ich als Männerfigur absolut überholt. Den will ich im wirklichen Leben schon gar nicht mehr sehen!" Mehr über den Film und ob Anika Decker trotz Klage noch einmal mit Til Schweiger zusammen arbeiten würde erfahren Sie in dieser Folge von "Die Boss".

In "Die Boss – Macht ist weiblich" sprechen Spitzenfrauen unter sich: Gastgeberin und Multi-Aufsichtsrätin Simone Menne (unter anderem BMW, Deutsche Post DHL, Henkel) trifft Chefinnen aus allen Gesellschaftsbereichen, um mit ihnen über ihr Leben und ihre Karriere zu reden. "Die Boss" erscheint vierzehntäglich immer mittwochs auf stern.de und dem Youtube-Kanal des stern sowie auf Audio Now und allen gängigen Podcast-Plattformen. 

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Tue, 17 May 2022 21:38:00 GMT

Krieg in der Ukraine: Putin: Europa begeht "wirtschaftlichen Selbstmord" – Moskau und Kiew setzen Verhandlungen aus

Weltstrafgericht schickt größtes Ermittlerteam in die Ukraine +++ Scholz spricht mit Selenskyj über militärische und humanitäre Lage +++ Kreml wirft dem Westen vor, Krieg gegen Russland zu führen +++ Die Entwicklungen im Ukraine-Krieg im stern -Ticker.

Tag 83 der russischen Invasion in der Ukraine: Nachdem in der Nacht 260 ukrainische Soldaten aus dem Azovstal-Stahlwerks in der belagerten Stadt Mariupol evakuiert wurden, verbleiben Hunderte weitere Menschen auf dem Gelände.

Das Gebiet um die Stadt Lwiw ist erneut Ziel russischer Luftangriffe geworden, in der Region Donezk und Luhansk sollen 19 Zivilisten getötet worden sein. 

Die Meldungen zum Krieg in der Ukraine von Dienstag, den 17. Mai:  


21.29 Uhr: Ukraine: Sieben Zivilisten im Gebiet Donezk getötet

In dem zwischen russischen und ukrainischen Truppen umkämpften Gebiet Donezk sind am Dienstag nach Behördenangaben sieben Zivilisten getötet worden. Sechs weitere seien verletzt worden, teilte der ukrainische Militärgouverneur Pawlo Kyrylenko via Telegram mit. Er warf russischen Truppen vor, die Menschen getötet zu haben.

21.09 Uhr: Russische Gouverneure berichten von Beschuss aus der Ukraine

Russische Behörden in zwei Regionen haben Beschuss von ukrainischem Territorium aus gemeldet. Im Gebiet Belgorod sei eine Person in einem Dorf leicht verletzt worden, sagte Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow der Nachrichtenagentur Tass zufolge. Im Gebiet Kursk sei ein Grenzposten beschossen worden. Nach ersten Erkenntnissen sei niemand zu Schaden gekommen, teilte der Kursker Gouverneur Roman Starowoit mit. Der Grenzposten sei seit Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine bereits zum vierten Mal beschossen worden, hieß es.

20.57 Uhr: Selenskyj in Cannes zugeschaltet: Das Kino sollte nicht schweigen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich am Abend per Videoschalte an die Gäste des Filmfestivals in Cannes gewandt. In einer Rede während der Eröffnungszeremonie zog er einen Vergleich zu Charlie Chaplins Film "Der große Diktator", um das Kino dazu aufzurufen, angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine nicht "zu schweigen".

"Jeden Tag sterben Hunderte von Menschen", sagte Selenskyj. "Sie werden nach dem Schlussapplaus nicht wieder aufstehen." Er fragte: "Wird das Kino schweigen oder darüber reden? Wenn es einen Diktator gibt, wenn es einen Freiheitskrieg gibt, hängt alles wieder von unserem Zusammenhalt ab. (...) Wir brauchen einen neuen Chaplin, der beweist, dass das Kino heutzutage nicht schweigt."

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20.23 Uhr: Macron verspricht Selenskyj deutlich mehr Waffenlieferungen

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj deutlich mehr militärische Hilfe versprochen. Laut einer Mitteilung des Elysée-Palastes sagte Macron in einem gemeinsamen Telefongespräch, die Waffenlieferungen aus Paris würden "in den kommenden Tagen und Wochen an Intensität gewinnen". 

Bereits Ende April hatte Macron der Ukraine die Lieferung von  Milan-Panzerabwehrwaffen und Caesar-Haubitzen in Aussicht gestellt. Macron versprach Selenskyj laut der Mitteilung am Dienstag zudem zusätzliche humanitäre Hilfe für die Ukraine. Er habe mit dem ukrainischen Präsidenten darüber hinaus über Möglichkeiten gesprochen, Getreide-Exporte aus der Ukraine trotz der russischen Seeblockade gegen das Land zu ermöglichen.

18.56 Uhr: Wissing: Deutsche Bahn hilft bei Getreideausfuhren

Zur Unterstützung von Getreideausfuhren aus der Ukraine haben nach Angaben von Bundesverkehrsminister Volker Wissing Transporte auf der Schiene mit Hilfe der Deutschen Bahn begonnen. Die Gütertochter DB Cargo sei dabei, eine "Schienenbrücke" dahingehend zu befähigen, künftig große Mengen an Agrarprodukten zu Häfen an der Nordsee und der Adria zu transportieren, sagte der FDP-Politiker in Berlin. Die Hilfe habe begonnen, DB Cargo fahre bereits im Auftrag privater Getreideexporteure aus der Ukraine. Bahnchef Richard Lutz sprach von zwei bis drei Zügen pro Tag aus der Ukraine heraus über Polen und entsprechende Terminals nach Westeuropa.

Hintergrund ist, dass der Export von Getreide über die Seehäfen der Ukraine wegen des russischen Krieges gegen das Land zum Erliegen gekommen ist. Dies bedroht Lieferungen vor allem nach Nordafrika und Asien, befürchtet werden Probleme bei der Lebensmittelversorgung.

STERN PAID Interview Baywa CEO 13.46

17.12 Uhr:   Moskau und Kiew setzen Verhandlungen im Ukraine-Krieg aus

Die Ukraine und Russland haben die Verhandlungen zur Beendigung des Krieges vorerst ausgesetzt. Die Ukraine wendet sich dabei vor allem gegen einen Diktatfrieden vonseiten Russlands. "Der Verhandlungsprozess hängt davon ab, wie die Ereignisse in der Ukraine verlaufen", sagte Kiews Unterhändler Mychajlo Podoljak im Fernsehen. Seit Kriegsbeginn habe sich die Lage spürbar verändert.

Podoljak warf Russland vor, weiter in seinen Stereotypen zu denken und nach 82 Kriegstagen die reale Situation in der Ukraine nicht begriffen zu haben. "Sie leben bis heute in einer Welt, in der es angeblich einen ukrainischen Nazismus gibt", erklärte Podoljak. Dabei gebe es nur einen "russischen Nazismus". Die Gespräche würden nur bei konkreten Vorschlägen wieder aufgenommen.

17 Uhr: Putin: Europa begeht mit Energiepolitik "wirtschaftlichen Selbstmord"

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die europäische Energiepolitik als "wirtschaftlichen Selbstmord" bezeichnet. "Es ist offensichtlich, dass mit dem Weggang von russischen Energieträgern aus Europa in andere Regionen der Welt auch die Möglichkeit einer Erhöhung der wirtschaftlichen Aktivität geht", sagte Putin mit Blick auf die Debatte um ein Öl-Embargo der EU gegen Russland.

Die Energiegroßmacht hatte stets gelassen reagiert auf die Sanktionen des Westens im Zuge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine, darunter auch auf ein US-Einfuhrverbot für russisches Öl. Russland profitiert insgesamt von den hohen Öl- und Gaspreisen. Putin sagte, dass schon jetzt die hohen Energiepreise die Konkurrenzfähigkeit der Industrie in der EU schmälerten. Das Land selbst will verstärkt nach Asien umschwenken.

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16.23 Uhr: Finnland und Schweden wollen Nato-Anträge am Mittwoch einreichen

Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs in der Ukraine wollen Finnland und Schweden am Mittwoch ihre Mitgliedsanträge gemeinsam bei der Nato einreichen. Das sagte die schwedische Ministerpräsidentin Magdalena Andersson bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Finnlands Präsident Sauli Niinistö in Stockholm. Zuvor hatte das finnische Parlament mit überwältigender Mehrheit für einen Nato-Beitrittsantrag gestimmt. In Schweden hatte Außenministerin Ann Linde die Bewerbung ihres Landes bereits am Dienstagmorgen unterzeichnet. Ihr Amtskollege Pekka Haavisto wollte das finnische Dokument am frühen Abend unterschreiben. 

15.39 Uhr: Weltstrafgericht schickt größtes Ermittlerteam in die Ukraine

Im Zuge der Ermittlungen zu möglichen Kriegsverbrechen in der Ukraine hat der Internationale Strafgerichtshof ein Team von 42 Experten in das Land entsandt. Es sei das bisher größte Ermittler-Team, das das Weltstrafgericht jemals entsendet habe, wie Chefankläger Karim Khan in Den Haag mitteilte. Zu dem Team gehörten Untersucher und forensische Experten. Einen Teil der Experten hatten die Niederlande nach Angaben der Anklage zur Verfügung gestellt.

Die Experten sollen Zeugen befragen, Beweismaterial sichern und analysieren sowie nationale Ermittler bei der Spuren- und Beweissicherung unterstützen.

Nach der Invasion Russlands hatte das Weltstrafgericht bereits Ermittlungen zu mutmaßlichen Kriegsverbrechen eingeleitet. Das Gericht mit Sitz in Den Haag verfolgt Einzeltäter wegen Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord. Russland erkennt das Gericht nicht an. Die Ukraine aber hat ausdrücklich die Zuständigkeit des Gerichts für sein Grundgebiet anerkannt. Ukraine-Podcast Episode 26 17.05. 14.52

15.33 Uhr: Behörden – Acht Tote bei russischem Angriff im Norden der Ukraine

Bei einem russischen Angriff nördlich von Kiew sind nach ukrainischen Angaben mindestens acht Menschen getötet und zwölf weitere verletzt worden. Wie ein Behördensprecher der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, traf der Beschuss den Ort Desna, rund 60 Kilometer nördlich der ukrainischen Hauptstadt. In Desna befindet sich ein Ausbildungszentrum der ukrainischen Streitkräfte.

Russland hatte in der Nacht zum Dienstag in der ganzen Ukraine seinen Beschuss fortgesetzt. In den frühen Morgenstunden waren vielerorts Sirenen zu hören. Ein Sprecher der Militärverwaltung in der westukrainischen Stadt Lwiw erklärte, an der Grenze zu Polen sei militärische Infrastruktur getroffen worden. Auch aus Odessa und Mykolajiw im Süden des Landes meldete die ukrainische Armee Beschuss.

13.30 Uhr: G7-Finanzminister sprechen über Milliarden-Hilfen für Ukraine

Die führenden westlichen Industrienationen (G7) beraten über milliardenschwere Zuschüsse für die Ukraine. Beim Treffen der G7-Finanzminister in dieser Woche auf dem Petersberg bei Bonn wollen sie Budgethilfen für das vom russischen Krieg gebeutelte Land auf den Weg bringen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Umfeld des Finanzministeriums erfahren hat.

Demnach hat die Ukraine für drei Monate um Hilfen in einer Größenordnung von rund fünf Milliarden Euro pro Monat gebeten. Insgesamt geht es also zunächst um rund 15 Milliarden Euro. Nach Ablauf der drei Monate könnte allerdings weitere Unterstützung nötig sein.

13.29 Uhr: Scholz spricht mit Selenskyj über militärische und humanitäre Lage

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat erneut mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Wie Regierungssprecher Steffen Hebestreit mitteilt, haben sich die Politiker über die aktuelle militärische und humanitäre Lage in der Ukraine ausgetauscht.

Den Angaben zufolge sind sich Scholz und Selenskyj darüber einig, "dass eine diplomatische Verhandlungslösung zwischen der Ukraine und Russland" erforderlich ist. Dafür müsse Russland seine Kampfhandlungen umgehend beenden und die russischen Truppen aus der Ukraine abziehen. Außerdem sollen sich der Bundeskanzler und der ukrainische Präsident über Möglichkeiten der weiteren Unterstützung ausgetauscht haben und "verabredeten, weiterhin eng in Kontakt zu bleiben".

STERN PAID 19_22 Interview Olaf Scholz

13.17 Uhr: "Humanitäre Operation" in Mariupoler Stahlwerk geht laut Kiew weiter

Die Bemühungen zur Rettung der letzten in Mariupol verbliebenen ukrainischen Soldaten gehen Angaben aus Kiew zufolge weiter. "Wir arbeiten an weiteren Etappen der humanitären Operation", schreibt die ukrainische Vize-Regierungschefin, Iryna Wereschtschuk, im Nachrichtendienst Telegram. Die 52 Schwerverletzten, die am Montag aus dem Stahlwerk Azovstal herausgebracht wurden, würden bald gegen russische Kriegsgefangene ausgetauscht, sagt sie. Von russischer Seite gibt es dafür weiter keine Bestätigung.

12.02 Uhr: Russland bestätigt zahlreiche Raketenangriffe auf Ukraine

Russlands Militär hat über zahlreiche Raketenangriffe auf verschiedene Landesteile der Ukraine berichtet. In der westukrainischen Region Lwiw seien mit Raketen des Typs Kalibr ukrainische Reservisten sowie ausländische Militärtechnik attackiert worden, sagt der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow. Im nordukrainischen Gebiet Tschernihiw seien unter anderem militärische Ausbildungszentren angegriffen worden.

Im Osten des Landes sind demnach in der Region Charkiw Teile der Eisenbahn-Infrastruktur zerstört und im Gebiet Donezk mehrere Ziele mit Raketen beschossen worden. Insgesamt seien in den vergangenen 24 Stunden mehr als 470 ukrainische Kämpfer getötet worden, sagt Konaschenkow. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

11.36 Uhr: Moskau: 265 Soldaten nach Evakuierung aus Asow-Stahlwerk in russischer Gefangenschaft

Die aus dem belagerten Stahlwerk in Mariupol evakuierten ukrainischen Soldaten haben sich nach Angaben Moskaus "ergeben" und befinden sich nun in russischer Gefangenschaft. 265 Kämpfer hätten binnen 24 Stunden ihre Waffen niedergelegt, teilt das russische Verteidigungsministerium mit. 51 von ihnen seien mit schweren Verletzungen zur Behandlung nach Nowoasowsk gebracht worden.

Die stellvertretende ukrainische Verteidigungsministerin Hanna Maljar hatte am Montag erklärt, 264 Soldaten, unter ihnen 51 Schwerverletzte, seien aus dem Stahlwerk des Konzerns Asow-Stahl evakuiert und in von russischen Soldaten und pro-russischen Kämpfern kontrollierte Gebiete gebracht worden. Nach ihren Angaben sollen die ukrainischen Soldaten zu einem späteren Zeitpunkt "ausgetauscht" werden. 

­­11.30 Uhr: Kreml wirft Westen "Krieg" gegen Russland vor

Der Kreml wirft dem Westen vor, gegen Russland einen Krieg zu führen. "Es sind Feindstaaten. Weil das, was sie tun, Krieg ist", sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow bei einem Auftritt auf einer Bildungskonferenz bei Moskau. Präsident Wladimir Putin hatte zuvor schon von mit Blick auf die westlichen Sanktionen von einem wirtschaftlichen "Blitzkrieg" gesprochen. Der eigene Angriffskrieg auf die Ukraine, der inzwischen fast drei Monate dauert, wird von der russischen Führung nur "militärische Spezialoperation" genannt.

Peskow sagt, der Westen führe einen diplomatischen, wirtschaftlichen und politischen Krieg gegen sein Land. "Faktisch erleben wir jetzt einen perfekten Sturm und den Moment der Wahrheit." Russland müsse zeigen, dass es in der Lage sei, seine Interessen zu schützen. "Aber jeder Krieg endet mit einem Frieden. Und dieser Frieden wird so gestaltet sein, dass unsere Stimme zu hören ist, wo wir bequem und sicher sind und fest auf unseren Beinen stehen."

10.59 Uhr: Mehr als 113.000 aus Ukraine geflüchtete Kinder an deutschen Schulen aufgenommen

Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs haben deutsche Schulen 113.584 aus der Ukraine geflüchtete Schülerinnen und Schüler aufgenommen. Im Vergleich zur Vorwoche waren das 7715 mehr, wie die Kultusministerkonferenz in Berlin mitteilt. Es war das erste Mal seit den Osterferien, dass die Anstiegszahl unter zehntausend sank.

Von den insgesamt 113.584 Aufgenommenen haben 109.643 den Angaben zufolge bereits am Unterricht teilgenommen. Die Kultusministerkonferenz veröffentlicht wöchentlich Zahlen zu aufgenommenen Schülern, um mithilfe der Datengrundlage weitere Maßnahmen zu koordinieren.

10.01 Uhr: Bericht – Deutschland lieferte weitere Panzerabwehrwaffen an die Ukraine

Deutschland hat der Ukraine einem Bericht zufolge weitere Waffen geliefert. In den vergangenen beiden Wochen seien  2450 Panzerabwehrhandwaffen vom Typ RGW 90, auch bekannt als "Matador", 1600 DM22-Panzerabwehrrichtminen sowie 3000 DM31-Panzerabwehrminen in der Ukraine eingetroffen, berichtete der "Spiegel". Die Waffen seien bereits innerhalb der ukrainischen Armee verteilt worden.

Die Lieferungen seien aus ukrainischen Regierungskreisen bestätigt worden, schrieb das Magazin weiter. Von der Bundesregierung gab es zunächst keine Stellungnahme zu dem Bericht. Laut "Spiegel" hatte die Ukraine die Matador-Panzerabwehrwaffen direkt beim deutschen Hersteller bestellt und bezahlt. Die Minen hingegen stammten "offenbar" aus Beständen der Bundeswehr.

9.21 Uhr: London: Russland setzt im Krieg auf wahllosen Artilleriebeschuss

Die russischen Streitkräfte setzen im Krieg gegen die Ukraine nach britischen Erkenntnissen zunehmend auf "wahllosen Artilleriebeschuss". Russland habe nur begrenzte Möglichkeiten zur Erfassung von Zielen und scheue zudem das Risiko, Kampfflugzeuge über ukrainisch kontrolliertem Gebiet einzusetzen, teilte das Verteidigungsministerium in London unter Berufung auf die Geheimdienste mit. "In den kommenden Wochen wird sich Russland wahrscheinlich weiterhin stark auf massive Artillerieangriffe verlassen, wenn es seine Offensive im Donbass wieder in Schwung zu bringen versucht."

8.40 Uhr: Scholz lehnt Kiew-Reise nur als "Fototermin" ab

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat seine Überlegungen zu einer möglichen Kiew-Reise erläutert. Es müsse bei einem Besuch vor Ort "darauf ankommen, dass konkret was vorangebracht wird, und darf nicht nur ein Fototermin sein", so Scholz am Montagabend in der Sendung "RTL Direkt". "Ich werde mich nicht einreihen in eine Gruppe von Leuten, die für ein kurzes Rein und Raus mit einem Fototermin was machen. Sondern wenn, dann geht es immer um ganz konkrete Dinge."

Scholz betonte zudem, er habe bereits viele Stunden mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Dieser hatte Anfang Mai die gesamte Bundesregierung sowie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach Kiew eingeladen. Vorausgegangen war der Einladung eine Kontroverse darum, dass Steinmeier wegen seiner Russland-Politik in seinem früheren Amt als Bundesaußenminister zunächst nicht in Kiew willkommen war.

heute wichtig Dienstag 17.5

8.18 Uhr: Ukraine meldet schwere Gefechte um Großstadt Sjewjerodonezk

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben russische Truppen vor der Großstadt Sjewjerodonezk im Osten des Landes zurückgeworfen. "Nahe der Ortschaft Syrotyne haben die russischen Eroberer Verluste erlitten und sich zurückgezogen", teilt der Generalstab in seinem Lagebericht mit. Syrotyne liegt vier Kilometer südlich von Sjewjerodonezk mit. Auch in mehreren anderen Richtungen seien die russischen Truppen erfolglos geblieben.

Auch der Gouverneur der Region Luhansk, Serhij Hajdaj, berichtete aus der Umgebung der Großstadt von schweren Gefechten. In den Vororten Girske und Solotoje seien mehrere Häuser durch Artilleriegeschosse zerstört worden. Die Russen hätten sich aber auch dort zurückziehen müssen. "Die Verluste des Feindes sind hoch", schreibt Hajdaj auf seinem Telegram-Kanal. Von unabhängiger Seite waren die Angaben nicht zu überprüfen.

STERN PAID Reportage Mieten Lemberg 14.35

7.37 Uhr: Russische Grenzregion meldet neuen Beschuss

In der westrussischen Region Kursk an der Grenze zur Ukraine sind nach Behördenangaben mehrere Gebäude unter Feuer genommen und beschädigt worden. "Heute, um fünf Uhr morgens, wurde das Grenzdorf Alexejewka im Kreis Gluschkowo mit schweren Waffen beschossen", teilt Gouverneur Roman Starowoit mit. Demnach sind drei Wohnhäuser, eine Schule und ein Fahrzeug beschädigt worden. Verletzte gebe es nicht.

Nach russischen Angaben handelt es sich um einen Angriff aus der Ukraine. Das Feuer sei durch den Grenzschutz erwidert worden. Aus der Ukraine gibt es zunächst keinen Kommentar. Nach Beginn des russischen Angriffskriegs Ende Februar sind in den vergangenen Wochen auch grenznahe russische Gebiete unter Beschuss geraten.

6.20 Uhr: ESC-Sieger Kalush Orchestra zurück in der Ukraine

Nach ihrem überwältigenden Sieg beim Eurovision Song Contest (ESC) in Turin ist die Gruppe Kalush Orchestra wieder in die Ukraine zurückgekehrt. Die sechs Männer haben an der Grenzkontrolle kurz ihren Hit "Stefania" gesungen, wie das öffentlich-rechtliche Fernsehen am Montag in einem kurzen Video beim Nachrichtendienst Telegram zeigte. Später ist noch ein Auftritt und eine Autogrammstunde mit jungen Fans an einer Tankstelle hinter der ukrainisch-polnischen Grenze bei Krakowez gefolgt. Am vergangenen Samstag hatte die Band den europäischen Musikwettbewerb dank der Zuschauerabstimmung klar gewonnen.

2.01 Uhr: Unicef: Ukraine-Krieg verschärft Mangelernährung von Kindern

Der Ukraine-Krieg verschärft nach Unicef-Angaben das Problem schwerer Mangelernährung bei Kindern. "Bereits vor dem Krieg in der Ukraine hatten viele Familien aufgrund von Konflikten, Klimaschocks und den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie Schwierigkeiten, ihre Kinder zu ernähren", sagte die Unicef-Exekutivdirektorin Catherine Russell. Jetzt entstünden zusätzliche Probleme. Die Ukraine, die als Kornkammer Europas gilt, kann durch den Krieg unter anderem viel weniger Getreide exportieren.

Der Unicef-Bericht warnt, dass sowohl die Zahl der von Mangelernährung betroffenen Kinder als auch die Kosten für von ihnen benötigte Zusatznahrung steigen werden.

Explodierende Getreidepreise: Die Ukraine kämpft gegen Invasoren, die Welt gegen Hunger 19.01

1.26 Uhr: Ukraine: Erneut Raketenangriff bei Lwiw

Das Gebiet um die Großstadt Lwiw in der Westukraine ist gstern nach ukrainischen Angaben erneut Ziel eines Luftangriffs geworden. Die Attacke habe einer Militäreinrichtung im Bezirk Jaworiw an der Grenze zu Polen gegolten, schreibt der örtliche Militärchef Maxim Kosizkij in seinem Nachrichtenkanal im Chatdienst Telegram. Bürgermeister Andrij Sadowij betont, es gebe keine bestätigten Informationen über Raketeneinschläge in der Stadt und bedankte sich bei der Luftabwehr.

Eindrücke aus dem Asow-Stahlwerk 11.37

0.47 Uhr: Nach erster Evakuierung des Stahlwerks in Mariupol: Hunderte Soldaten weiter auf dem Gelände

Nach wochenlanger Blockade haben gut 260 ukrainische Soldaten das Asow-Stahlwerk in Mariupol verlassen. Darunter waren 53 Schwerverletzte, wie der ukrainische Generalstab in der Nacht mitgeteilt hat. 

Auch 211 weitere ukrainische Soldaten sind in eine von russischen Truppen besetzte Ortschaft gebracht worden. Sie sollen später in einem Gefangenenaustausch freikommen, heißt es. An der Evakuierung weiterer Kämpfer aus dem Werk werde noch gearbeitet. Auf dem Gelände sollen sich noch mehrere Hundert Soldaten aufhalten. Vize-Verteidigungsministerin Hanna Maljar betont, ein Freikämpfen von Azovstal sei nicht möglich gewesen. Von russischer Seite ist ein geplanter Gefangenenaustausch bislang nicht offiziell bestätigt. Das russische Verteidigungsministerium hatte zuvor lediglich von einer Feuerpause für die Evakuierung gesprochen.

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Tue, 17 May 2022 21:07:14 GMT

"Wir sind erschüttert": Schock im deutschen Basketball: Ex-Nationalspieler Ademola Okulaja stirbt mit 46 Jahren

Trauer und Bestürzung im deutschen Basketball: Ademola Okulaja, langjähriger Kapitän der deutschen Basketball-Nationalmannschaft ist überraschend gestorben. Er wurde nur 46 Jahre alt.

Im Alter von 46 Jahren ist der langjährige Basketball-Nationalmannschaftskapitän Ademola Okulaja in Berlin gestorben. Das gab der Deutsche Basketball Bund (DBB) am Dienstagabend bekannt. Zur Todesursache gibt es bisher keine Informationen. "Wir sind erschüttert und können Ademolas Tod einfach nicht fassen. In Gedanken sind wir jetzt bei seiner Familie, der wir viel Kraft wünschen", sagte DBB-Präsident Ingo Weiss. "Ademola war ein ebenso großartiger Spieler wie Mensch. Ich persönlich habe einen tollen Basketballfreund verloren und werde ihn sehr vermissen."

"Wir werden uns immer gerne an den kämpfenden und nie aufgebenden Ademola erinnern, der immer alles auf dem Feld gelassen hat. Möge er in Frieden ruhen", so  Weiss  in einer ersten Stellungnahme.

17: Ludwigsburg fehlt ein Sieg zum HalbfinalEinzug - a40f2a16b65620cd

Klubs trauern um "Warrior" Ademola Okulaja

Besser bekannt als "The Warrior" (der Kämpfer), war Okulaja jahrelang eines der prägendsten Gesichter im deutschen Basketball und der emotionale Leader des Nationalteams. Sein Debüt im Trikot mit dem Adler gab der gebürtige Nigerianer im Mai 1995 im niederländischen Weert. Sein größter Erfolg war der Bronzemedaillen-Gewinn bei der WM 2002 in den USA an der Seite von Superstar Dirk Nowitzki. Insgesamt absolvierte Okulaja, der eine 2008 diagnostizierte Krebserkrankung überstanden hatte, 172 Länderspiele und führte das Team mehrere Jahre als Kapitän auf das Feld. 

In der Bundesliga spielte Okulaja für Alba Berlin , Rhein Energie Köln und Brose Bamberg. Auch seine ehemaligen Vereine zeigten sich erschüttert über die Nachricht: "Viel zu früh... Mach's gut da oben!", twitterte Brose Bamberg . Auch der FC Bayern trauerte : "Ruhe in Frieden, Warrior!"


Quellen: " DBB ", Twitter

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Tue, 17 May 2022 20:43:49 GMT

Eifelkreis Bitburg-Prüm: Elfjähriger wird von Auto erfasst und schwer verletzt

Ein Elfjähriger ist nach dem Ausstieg aus einem Bus in Winterspelt (Eifelkreis Bitburg-Prüm) von einem Auto erfasst und schwer verletzt worden. Der Unfall passierte, als er an der Haltestelle Winterspelt-Hasselbach hinter dem Bus die Fahrbahn überqueren wollte, wie die Polizei mitteilte. Der Junge sei vom Wagen einer 77-Jährigen erfasst und in den Straßengraben geschleudert worden. Nach dem Unfall am Dienstagnachmittag wurde er mit einem Hubschrauber in eine Klinik gebracht. Die L16 war vier Stunden lang voll gesperrt.

Ein Elfjähriger ist nach dem Ausstieg aus einem Bus in Winterspelt ( Eifelkreis Bitburg-Prüm) von einem Auto erfasst und schwer verletzt worden. Der Unfall passierte, als er an der Haltestelle Winterspelt-Hasselbach hinter dem Bus die Fahrbahn überqueren wollte, wie die Polizei mitteilte. Der Junge sei vom Wagen einer 77-Jährigen erfasst und in den Straßengraben geschleudert worden. Nach dem Unfall am Dienstagnachmittag wurde er mit einem Hubschrauber in eine Klinik gebracht. Die L16 war vier Stunden lang voll gesperrt.

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Tue, 17 May 2022 20:20:00 GMT

"Sing meinen Song": Beim Gedanken an seine Ex-Freundin kommen Kelvin Jones die Tränen

Seine Lieder standen im Mittelpunkt der vierten Folge von "Sing meinen Song": Kelvin Jones ist eigentlich für fröhliche Musik bekannt. Doch im Laufe der Sendung kamen dem 27-Jährigen gleich mehrmals die Tränen. 

Er ist der Mann für die gute Laune in der Runde: Kelvin Harris verströmte in den bisherigen Folgen von "Sing meinen Song" jede Menge positive Energie. Am Dienstagabend stand nun sein eigenes Werk im Zentrum. Und es wurde eine erstaunlich rührselige Sendung. PAID STERN 2020_23 Hilfe vor malerischer Kulisse

Dabei begann es zunächst gewohnt entspannt und heiter: Clueso eröffnete den Abend mit einer eingedeutschten Version von "Love To Go", dem einzigen Song, den Harris nicht selbst geschrieben hat, und überraschte dabei mit einem eigenen Text. Gastgeber Johannes Oerding folgte mit einer Lagerfeuerversion des Hits "Only Thing We Know".

Zwischendurch erzählte der gebürtige Simbabwer von seinem Werdegang: Im Alter von acht Jahren verließt die Familie das Land und wanderte nach London aus, was eine große Belastung war. Denn während es ihnen in Afrika gut ging, mussten sie in England von ganz unten neu anfangen. Die Jones ' waren zeitweise so arm, dass sich Kelvins Mutter schämte, wenn er Freunde nach Hause brachte.

"Sing meinen Song": Kelvin Jones wollte eigentlich Fußballer werden

So hielt sich der Junge lieber draußen auf, stand bis zum Einbruch der Dunkelheit auf dem Bolzplatz. Im Alter von 10 bis 16 wollte er Profi-Fußballer werden. Das war ihm jedoch irgendwann zu viel Stress, und so begann er auf Wunsch des Vaters ein Ingenieurs-Studium. Das ging jedoch nur einen Monat gut. Dann besuchte Kelvin Jones ein Konzert von John Mayer - und es war um ihn geschehen. Er besuchte danach nie wieder die Universität, sondern verbrachte seine Tage mit Musik . Erst nach fünf Monaten schenkte er seinen Eltern reinen Wein an.

Heute kann man sagen: Der Berufswechsel hat sich gelohnt: Kelvin Jones ist ein Star. Die Früchte seiner Arbeit brachten an diesem Abend aber andere zum Erklingen: Elif interpretierte seinen Hit "Don't Let Me Go" als Pianoballade - und Jones kamen die Tränen. Er hatte das Lied nach der Trennung von seiner ersten Beziehung geschrieben, die ihm das Herz brach. Er wusste damals nicht, was er seiner Freundin hätte sagen sollen? Erst später fand er die Worte: Lass mich nicht gehen. 

Die Jungs von SDP holten die Runde ganz schnell aus dem Stimmungstief, indem sie "Seventeen" auf deutsch sagen und dafür ein Glockenspiel mitbrachten. Kelvin Jones führte seinen neuen Song "Carrie You" vor, und Floor Jansen entschied sich für "Call You Home", seinen ersten Hit.

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Die Blume für die beste Performance des Abends ging dann aber an Lotte, die zum Abschluss den Gospel-Song "Cry a little less" sang. Da bekam Kelvin Jones erneut nasse Augen. Entsprechend warm fielen Johannes Oerdings Abschiedsworte aus: "Vielen Dank, dass du deine Tränen mit uns geteilt hast."

"Sing meinen Song" läuft immer dienstags um 20.15 Uhr auf Vox.  Die aktuelle Folge kann auch bei RTL+ gestreamt werden.

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Tue, 17 May 2022 20:01:00 GMT

Filmfestspiele von Cannes: Das Filmfestival ist eröffnet

Am 17. Mai wurden die Filmfestspiele von Cannes eröffnet - mit Stars wie Eva Longoria und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

Die 75. Internationalen Filmfestspiele von Cannes sind eröffnet. Zum Auftakt stolzierten nicht nur zahlreiche Stars über den roten Teppich, auch Wolodymyr Selenskyj (44) wandte sich an das Publikum, berichtet die "New York Times" . Der ukrainische Präsident wurde am 17. Mai per Satellit zugeschaltet, bevor der Eröffnungsfilm "Coupez!", eine französische Zombie-Komödie von Michel Hazanavicius (55), gezeigt wurde.

Selenskyj zitierte demnach unter anderem aus "Der große Diktator", Charlie Chaplins (1889-1977) Satire auf den Faschismus. Nach seiner mehrminütigen Rede reagierte das anwesende Publikum mit Standing Ovations. Daraufhin eröffnete die Hollywood-Schauspielerin Julianne Moore (61) offiziell das Festival.

Zuvor waren, wie zu erwarten, internationale Top- Stars wie Moore, Forest Whitaker (60) und Eva Longoria (47) über den roten Teppich spaziert. Auch deutsche Prominente wie Emilia Schüle (29) und Caro Daur (27) waren anwesend. Die neunköpfige Jury unter der Leitung des französischen Stars Vincent Lindon (62), die über den Preisträger der Goldenen Palme entscheidet, durfte ebenfalls nicht fehlen. Zu den Mitgliedern gehören unter anderem auch die schwedische Schauspielerin Noomi Rapace (42) und ihre britische Kollegin Rebecca Hall (40).

Ehrenpalme für Forest Whitaker

Während der Eröffnungsfeier wurde Whitaker mit einer Goldenen Ehrenpalme geehrt . Es sei ihm eine "große Ehre", am heutigen Tag mit allen Anwesenden "die Macht von Künstlern" zu feiern, erklärte der Schauspieler laut eines Bericht des Branchenmagazins "Variety" . Sie seien "die Fackelträger der Welt, die die Geschichte der Menschheit erzählen".

Im Wettbewerb um die Goldene Palme befinden sich in diesem Jahr 21 Filme. Mit dabei sind unter andrem David Cronenbergs (79) "Crimes of the Future" mit Kristen Stewart (32), Viggo Mortensen (63) und Léa Seydoux (36) sowie "Armageddon Time" mit Anne Hathaway (39) und Anthony Hopkins (84).

Außer Konkurrenz wird Tom Cruise (59) am 18. Mai seine Action-Fortsetzung "Top Gun: Maverick" zeigen und Baz Luhrmanns (59) Biopic "Elvis" feiert an der französischen Riviera ebenso seine Weltpremiere. Die Abschlussfeier wird dann am Abend des 28. Mai stattfinden.

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