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Beschreibung: Tagesaktuelle Nachrichten und News sowie faszinierende Bilder und Reportagen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Unterhaltung, Gesundheit, Reise, Kultur, Wissenschaft, Technik.

Tue, 26 Oct 2021 17:43:00 GMT

Baldwins Todesschuss: Hollywood-Waffenexperte erklärt, wie das schreckliche Unglück hätte verhindert werden können

Alec Baldwin tötete vergangene Woche die Kamerafrau Halyna Hutchins mit einer Filmpistole. Der Hollywood-Waffenexperte Guillaume Delouche erläutert, dass eigentlich strenge Sicherheitsvorkehrungen für Szenen gelten, bei denen Waffen im Spiel sind.

Alec Baldwin tötete vergangene Woche die Kamerafrau Halyna Hutchins mit einer Filmpistole. Der Hollywood-Waffenexperte Guillaume Delouche erläutert, dass eigentlich strenge Sicherheitsvorkehrungen für Szenen gelten, bei denen Waffen im Spiel sind.

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Tue, 26 Oct 2021 17:35:44 GMT

Ostbeauftragter warnt vor Vertrauensbruch bei Kohle-Ausstieg

Der Ostbeauftragte der SPD und sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig hat davor gewarnt, bei der Diskussion um einen vorgezogenen Kohle-Ausstieg das Vertrauen der Menschen in den betroffenen Regionen zu verspielen. Diese bräuchten «schnellstmöglich Sicherheit». Der im Sondierungspapier von SPD, Grünen und FDP enthaltene Zeitpunkt 2030 sei nichts anderes, was im Kohle-Kompromiss mit bestimmten Ausstiegskriterien bereits festgeschrieben worden sei. «Das heißt, für einen früheren Ausstieg müssen jetzt erst einmal die Voraussetzungen geschaffen werden», sagte Dulig der in Dresden erscheinenden «Sächsischen Zeitung» (Mittwoch). Entscheidend sei jetzt ein schneller Ausbau der erneuerbaren Energien. Vor allem Sachsen habe da «einen riesigen Nachholbedarf», sagte Dulig.

Der Ostbeauftragte der SPD und sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig hat davor gewarnt, bei der Diskussion um einen vorgezogenen Kohle-Ausstieg das Vertrauen der Menschen in den betroffenen Regionen zu verspielen. Diese bräuchten «schnellstmöglich Sicherheit». Der im Sondierungspapier von SPD, Grünen und FDP enthaltene Zeitpunkt 2030 sei nichts anderes, was im Kohle-Kompromiss mit bestimmten Ausstiegskriterien bereits festgeschrieben worden sei. «Das heißt, für einen früheren Ausstieg müssen jetzt erst einmal die Voraussetzungen geschaffen werden», sagte Dulig der in Dresden erscheinenden «Sächsischen Zeitung» (Mittwoch). Entscheidend sei jetzt ein schneller Ausbau der erneuerbaren Energien. Vor allem Sachsen habe da «einen riesigen Nachholbedarf», sagte Dulig.

Der Kohleausstieg ist bisher auf spätestens das Jahr 2038 terminiert, ein früherer Ausstieg ist aber möglich. Jeweils 2026, 2029 und 2032 wird nach Angaben der Bundesregierung überprüft, ob das Enddatum für alle Stilllegungen von Braun- und Steinkohlekraftwerken, die für die Zeit nach 2030 vorgesehenen sind, um jeweils drei Jahre vorgezogen werden und damit das Ausstiegsjahr 2035 erreicht werden könne. Die möglichen Ampel-Koalitionspartner im Bund - SPD , Grüne und FDP - haben in ihrem Sondierungspapier vereinbart, dass ein beschleunigter Ausstieg «idealerweise» bis zum Jahr 2030 gelingen soll.

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Tue, 26 Oct 2021 17:34:03 GMT

Woidke: Brüssel muss bei Migration nach Lösungen suchen

Brandenburg erwartet nach Worten von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), dass die Europäische Kommission beim Thema Migration nach Lösungen sucht. «Europa muss ein humanes Gesicht zeigen. Das ist das Europa, das wir alle wollen, deswegen liegt der Ball natürlich auch hier im Spielfeld in Brüssel», sagte Woidke am Rande von Gesprächen bei der EU der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Es gebe derzeit eine Menge Gesprächsbedarf, vor allem mit Weißrussland. «Das ist ein Erpressungsversuch, der da läuft. Da kann man nur sagen: Europa muss hier zusammenstehen», so der Regierungschef. Er und Mitglieder des Kabinetts hatten zuvor mit EU-Vertretern und EU-Abgeordneten Brandenburgs über die Situation an der deutsch-polnischen Grenze gesprochen, wo derzeit viele Geflüchtete aus Belarus und Polen unerlaubt nach Deutschland kommen.

Brandenburg erwartet nach Worten von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), dass die Europäische Kommission beim Thema Migration nach Lösungen sucht. «Europa muss ein humanes Gesicht zeigen. Das ist das Europa, das wir alle wollen, deswegen liegt der Ball natürlich auch hier im Spielfeld in Brüssel», sagte Woidke am Rande von Gesprächen bei der EU der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Es gebe derzeit eine Menge Gesprächsbedarf, vor allem mit Weißrussland. «Das ist ein Erpressungsversuch, der da läuft. Da kann man nur sagen: Europa muss hier zusammenstehen», so der Regierungschef. Er und Mitglieder des Kabinetts hatten zuvor mit EU-Vertretern und EU-Abgeordneten Brandenburgs über die Situation an der deutsch-polnischen Grenze gesprochen, wo derzeit viele Geflüchtete aus Belarus und Polen unerlaubt nach Deutschland kommen.

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hatte als Reaktion auf EU -Sanktionen erklärt, er werde Migranten nicht mehr aufhalten. Die EU wirft ihm vor, die Menschen organisiert einzuschleusen. Die Zahl der Ankommenden stieg im September und Oktober stark an. Die Menschen stammen aus dem Irak, Syrien und anderen Krisengebieten.

Es müsse dafür gesorgt werden, dass die Lasten, die durch einen Flüchtlingsstrom entstünden, verteilt werden, so Woidke. «Mit den Menschen muss menschlich umgegangen werden.» Das sei die große Herausforderung. Gemeinsam mit Polen und den anderen europäischen Staaten müsse die EU nach Lösungen suchen, auch wenn es unter den Staaten in der Vergangenheit eine unterschiedliche Bereitschaft gegeben habe. Das könne aber nicht akzeptiert werden.

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Tue, 26 Oct 2021 17:33:00 GMT

Aktuelle Auswertung: Wo Mieten und Kaufen gerade günstiger wird

Ist die Schmerzgrenze erreicht? Immobilienexperten sehen den Preisanstieg bei Mieten und Eigentum bundesweit nahezu gestoppt. In einigen Städten wird es aktuell sogar günstiger.

Viele Dinge werden derzeit deutlich teurer, am Wohnungsmarkt aber gibt es vorsichtige Zeichen der Entspannung: Die Mieten steigen insgesamt kaum mehr – und auch bei den Immobilienpreisen ist der Preisanstieg nahezu gestoppt. Das ist das Ergebnis einer Auswertung des Hamburger F+B-Instituts, das den bundesweiten Wohn- und Immobilienmarkt analysiert.

Die durchschnittlichen Neuvertragsmieten stiegen demnach im dritten Quartal nur minimal um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Eigentumswohnungen wurden 0,9 Prozent teurer, die Preise von Einfamilienhäusern blieben unverändert. Erstmals seit vielen Jahren scheine sich sowohl im Miet- wie auch im Kaufsegment der deutsche Wohnungsmarkt zu beruhigen, schreiben die F+B-Experten. Gegenüber dem Vorjahr sind die Preise zwar etwas höher, aber weit entfernt von früheren Rekordraten (siehe Tabelle).

Entwicklung von Preisen und Mieten im dritten Quartal

Änderung zum Vorquartal

Änderung zum Vorjahresquartal

Einfamilienhäuser

0,0%

3,1%

Eigentumswohnungen

0,9%

4,9%

Neuvertragsmieten

0,2%

1,6%

Bestandsmieten

0,3%

1,2%

Quelle: F+B Wohn-Index 2021

Preisrückgänge in einigen Städten

Als bremsenden Faktor nennt F+B unter anderem die nicht mehr wachsenden Metropolen. Vor allem dort sind die Kaufpreise in den vergangenen zehn Jahren immer weiter explodiert, während die Mieten schon seit einiger Zeit auf hohem Niveau stagnieren. Nun deutet sich an, dass in den Großstädten die Miet- und Preisrallye der letzten Jahre vorbei ist. "Ob diese Entwicklung die von vielen erwartete Abschwungphase einleitet, kann noch nicht sicher vorhergesagt werden", sagt F+B-Chef Bernd Leutner.

Allerdings verfestige sich der Eindruck, "dass an vielen Standorten die 'Schmerzgrenzen' bei der absoluten Höhe des Preisniveaus jedenfalls für Eigennutzer ohne größere Vermögen erreicht worden sind", schreibt F+B in seinem Report. Auch Investoren ist manches mittlerweile zu teuer. Pauschale Annahmen, nach denen "alles verkauft werden kann, was angeboten wird", seien nicht mehr haltbar.  PAID STERN 2019_40 Mieten oder kaufen?_21.40

In einigen besonders teuren Städten beobachtet F+B sogar Preisrückgänge. In München etwa waren Eigentumswohnungen im dritten Quartal 1,4 Prozent günstiger als im vorherigen Quartal und sogar 2,7 Prozent günstiger als vor einem Jahr. Dennoch bleibt München mit Quadratmeterpreisen von durchschnittlich 7090 Euro die teuerste Stadt Deutschlands. In den teuren Münchener Vororten Germering und Olching gingen die Preise sogar noch deutloch stärker zurück, insgesamt werden Speckgürtel-Gemeinden um die Metropolen aber tendenziell teurer.  Der Blick auf die Großstädte selbst zeigt: In Stuttgart und Düsseldorf gingen die Preise zuletzt etwas zurück. In Hamburg , Frankfurt, Berlin und Köln stiegen sie leicht. Insgesamt verzeichneten 16 der 50 teuersten Städte im dritten Quartal niedrigere Preise für Eigentumswohnungen als im Vorquartal.

Immobilienpreise in den sieben größten Metropolen

Stadt

Quadratmeterpreis*

Änderung ggü. Vorquartal

Änderung ggü. Vorjahresquartal

München

7090 Euro

-1,4%

-2,7%

Frankfurt

5550 Euro

1,6%

2,2%

Hamburg

5370 Euro

1,8%

5,4%

Stuttgart

5210 Euro

-0,2%

2,8%

Düsseldorf

4390 Euro

-0,3%

2,1%

Köln

4150 Euro

1,0%

3,7%

Berlin

4120 Euro

0,6%

3,0%

*für 75-qm-Standardwohnung; Quelle: F+B Wohn-Index 2021

Auch bei den Mieten sieht F+B etwas Entspannung in den Großstädten. In 23 der 50 teuersten Städte seien die Neuvertragsmieten im vergangenen Quartal gesunken, darunter sind Frankfurt, Freiburg, Tübingen oder Ingolstadt. Dabei hatte F+B eigentlich damit gerechnet, dass viele Vermieter kurz vor der Bundestagswahl bei Neuvermietungen nochmal alles rausholen wollen, ehe eine neue Regierung möglicherweise strengere Regulierung verabschiedet.

Die wird es mit der FDP in der künftigen Regierung nun wahrscheinlich ohnehin nicht geben. Bei den aktuellen Ampel-Verhandlungen gilt es als wahrscheinlich, dass am Ende lediglich bestehende Mieterschutzregeln verlängert werden. Darüber hinaus werden sich die Ampelparteien wohl auf ein Programm für mehr Wohnungsneubau einigen können.

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Tue, 26 Oct 2021 17:26:59 GMT

Unternehmen ruft Bambulini Kindersandale zurück

Die Kienast Schuhhandels GmbH & Co.KG hat rosafarbene Kindersandalen zurückgerufen. Das Produkt Bambulini Kindersandale enthalte Leder, dessen Chrom-Gehalt über dem Grenzwert liege, wie aus einer am Dienstag über das amtliche Portal lebensmittelwarnung.de verbreiteten Mitteilung hervorgeht. Das Leder komme mit der Haut in Kontakt. Die bei einer Kontrolle ermittelten Chrom VI-Gehalte im Leder lägen über dem Grenzwert in Höhe von 3 Milligramm pro Kilogramm. Chrom VI wirke bei Hautkontakt sensibilisierend und könne allergische Reaktionen hervorrufen. Als Hersteller gab Kienast die italienische Firma IMAC an. Die Artikel-Nummer lautet 130-13.

Die Kienast Schuhhandels GmbH & Co.KG hat rosafarbene Kindersandalen zurückgerufen. Das Produkt Bambulini Kindersandale enthalte Leder, dessen Chrom-Gehalt über dem Grenzwert liege, wie aus einer am Dienstag über das amtliche Portal lebensmittelwarnung.de verbreiteten Mitteilung hervorgeht. Das Leder komme mit der Haut in Kontakt. Die bei einer Kontrolle ermittelten Chrom VI-Gehalte im Leder lägen über dem Grenzwert in Höhe von 3 Milligramm pro Kilogramm. Chrom VI wirke bei Hautkontakt sensibilisierend und könne allergische Reaktionen hervorrufen. Als Hersteller gab Kienast die italienische Firma IMAC an. Die Artikel-Nummer lautet 130-13.

Laut lebensmittelwarnung .de wurden die Schuhe in fast allen Bundesländern verkauft: In Bayern, Berlin, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.

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Tue, 26 Oct 2021 17:25:35 GMT

Video: SPD-Politikerin Bas ist neue Bundestagspräsidentin

Am Dienstag kam der 20. Bundestag zum ersten Mal zusammen. Die nun geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel schaute von der Ehrentribüne aus zu.

Am Dienstag kam der 20. Bundestag zum ersten Mal zusammen. Die nun geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel schaute von der Ehrentribüne aus zu.

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Tue, 26 Oct 2021 17:19:00 GMT

News von heute: Um 1,5-Grad-Ziel zu erreichen: Staaten müssen Klimaschutzbemühungen laut UN-Bericht versiebenfachen

Die News von heute im  stern -Ticker.

Die News von heute im  stern -Ticker:

19.10 Uhr: Türkei verlängert Militäreinsätze in Irak und Syrien bis 2023

Das türkische Parlament hat den Einsatz des Militärs in Syrien und im Irak erneut verlängert. Die Parlamentarier in Ankara stimmten für eine Fortsetzung um zwei Jahre bis Oktober 2023 aus, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete.

Im Nordirak greift die türkische Armee mit Luft- und Bodenoffensiven immer wieder Ziele der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK an, die in den Kandil-Bergen ihr Hauptquartier hat. In Nordsyrien sind türkische Truppen seit 2016 bereits mehrmals einmarschiert und halten Gebiete in der Grenzregion besetzt. Ankara bekämpft dort die YPG - die Regierung betrachtet die Kurdenmiliz als syrischen Ableger der PKK. 

STERN PAID Kavala Türkei 6.48h

18.25 Uhr: Mann tötet Mann mit Kobra – für 5 Millionen Dollar Lebensversicherung

Ein Mann in Indien hat seinen eigenen Tod vorgetäuscht, um fünf Millionen Dollar (4,3 Millionen Euro) von seiner amerikanischen Lebensversicherung zu erschleichen. Der 54-Jährige habe dazu einen armen, ihm ähnlich aussehenden Mann mit dem Biss einer gekauften Kobra töten lassen, wie der "Indian Express" unter Berufung auf die Polizei berichtete. Der Betrug sei aufgeflogen, nachdem die Lebensversicherung die örtliche Polizei um Nachforschungen gebeten hätte.

17.38 Uhr: Steinmeier entlässt bisherige Bundesregierung

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die bisherige Bundesregierung entlassen. Deren Amtszeit endete mit der Konstituierung des neuen Bundestages. Bereits am Vormittag hatte Steinmeier aber Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie die Ministerinnen und Minister gebeten, ihre Amtsgeschäfte bis zur Bildung einer neuen Regierung weiterzuführen.

17.36 Uhr: Toter bei heftigen Unwettern und Überschwemmungen auf Sizilien

Heftige Unwetter mit Überschwemmungen haben Sizilien heimgesucht und mindestens ein Todesopfer gefordert. In Catania starb ein Mann, weil er ersten Erkenntnissen zufolge mit seinem Auto auf einer überschwemmten Straße stecken blieb. Offenbar stieg der 53-Jährige aus seinem Wagen aus und wurde vom Wasser erfasst. Laut Nachrichtenagentur Ansa fanden Rettungskräfte den Mann leblos unter seinem Auto. Er konnte nicht mehr wiederbelebt werden.

17.11 Uhr: Zunächst abgesagte Lesung über Xi Jinping findet nun doch statt

Eine zunächst auf chinesischen Druck abgesagte Lesung aus einer Biografie über den chinesischen Staatschef Xi Jinping in Duisburg findet nun doch statt. Die Online-Veranstaltung werde wie geplant an diesem Mittwochabend abgehalten, allerdings nicht vom Konfuzius-Institut an der Uni Duisburg-Essen, sondern vom Ostasieninstitut der Universität selbst, sagte eine Sprecherin der Hochschule. Die Universität werde den Einwahllink auf die Hochschulseite stellen. In Hannover wird die Lesung am Mittwoch hingegen nicht stattfinden, wie eine Sprecherin der Universität auf Anfrage mitteilte. Man sei mit dem Verlag im Gespräch für einen neuen Termin.

16.39 Uhr: AfD-Fraktion verzichtet vorerst auf weiteren Wahlgang

Im Bundestagspräsidium sitzt bis auf weiteres kein Vertreter der AfD. Die Fraktion verzichtete auf einen weiteren Wahlgang, wie Bundestagspräsidentin Bärbel Bas mitteilte. Zuvor war der der Thüringer AfD-Abgeordnete Michael Kaufmann im ersten Wahlgang als Bundestags-Vizepräsident durchgefallen. Er erhielt nur 118 Stimmen und verfehlte damit die erforderliche Mehrheit von 369 Stimmen deutlich. Die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel machte allerdings deutlich, dass man am Kandidaten Kaufmann festhalten werde.

STERN PAID Neuer Bundestag - Bilanz vom erstern Tag 15.56

16.32 Uhr: Umfrage – Merkel führt weiter Politiker-Ranking an, Lindner legt zu

Rund vier Wochen nach der Bundestagswahl hat FDP-Chef Christian Lindner einer aktuellen Umfrage zufolge am meisten Vertrauen bei den Bürgern und Bürgerinnen hinzugewonnen. Laut dem RTL/ntv-Trendbarometer kommt Lindner im Ranking der Spitzenpolitiker auf den vierten Platz mit 43 Punkten – das sind 9 Punkte mehr als noch im September kurz vor der Wahl. Wie aus den vom Meinungsforschungsinstitut Forsa erhobenen Daten weiter hervorgeht, haben die Befragten weiterhin das größte Vertrauen in die scheidende Kanzlerin Angela Merkel, die mit 60 Punkten allerdings 5 Punkte einbüßt.

Auf Rang 2 folgt SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz mit 53 Punkten (minus 1 Punkt). Grünen-Chef Robert Habeck konnte in dem Ranking um 1 Punkt auf 46 zulegen. CSU-Chef Markus Söder kommt ebenfalls auf diesen Wert, verliert dabei aber 7 Punkte.

16.15 Uhr: DFL gibt Impfquote in den Fußball-Bundesligen mit 90 Prozent an

Die Impfquote unter den Fußball-Profis und Trainern der Bundesliga und 2. Liga liegt bei mehr als 90 Prozent. Dies teilte die Deutsche Fußball Liga mit. Grundlage für diese Zahl seien freiwillige Angaben der Clubs im Rahmen einer entsprechenden Abfrage der DFL. Der DFL würden keine Informationen in Bezug auf einzelne Personen zum Impfstatus oder Impfstoff vorliegen.

Hoeneß Reaktion auf Kimmich 11.02

16.13 Uhr: Fast fünf Jahre Haft nach rassistischem Angriff auf 17-jährigen Syrer in Erfurt

Mehr als sechs Monate nach dem rassistischen Angriff auf einen 17-jährigen Syrer in einer Erfurter Straßenbahn ist der Beschuldigte zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Das Landgericht in der thüringischen Hauptstadt sprach den 41-Jährigen am Dienstag unter anderem der gefährlichen Körperverletzung und Beleidigung schuldig. Außerdem muss er an den Nebenkläger 5000 Euro zahlen.

Der Mann hatte laut Anklage im April in einer Straßenbahn sein Opfer wiederholt ins Gesicht geschlagen und getreten sowie ihn "auf das Übelste" rassistisch beleidigt.

15.58 Uhr: Bundestag wählt fünf Vizes ins Präsidium

Der Bundestag hat fünf Vizes der neuen Präsidentin Bärbel Bas (SPD) gewählt. Bei der Abstimmung in der konstituierenden Sitzung des Parlaments erhielt die CDU-Abgeordnete Yvonne Magwas das beste Ergebnis mit 600 Ja-Stimmen. Als Vizepräsidentinnen bestätigt wurden Claudia Roth (Grüne) mit 565 Stimmen und Petra Pau (Linke) mit 484 Stimmen. Als Vizepräsident wiedergewählt wurde auch Wolfgang Kubicki (FDP) mit 564 Stimmen. Die erstmals angetretene SPD-Politikerin Aydan Özoguz wurde mit 544 Stimmen als Vize gewählt.

15.36 Uhr: Corona-Lage in Russland: Mehr als 90 Prozent der Klinikbetten belegt

Angesichts der dramatischen Corona-Lage in Russland kommen immer mehr Krankenhäuser an ihre Belastungsgrenze. Rund 90 Prozent der für Corona-Patienten geschaffenen Betten seien belegt, sagte Gesundheitsminister Michail Muraschko in Moskau der Agentur Interfax zufolge. In einigen Regionen seien die Kapazitäten noch einmal erhöht worden. Landesweit stünden damit 292.000 Klinik-Betten bereit, sechs Prozent mehr als eine Woche zuvor. Jeder zehnte Patient befinde sich in einem ernsten Zustand.

Corona-Horror in Russland: verzweifelte Maßnahmen 15.17

15.30 Uhr: Britisches Gericht bestätigt hohe Geldstrafe für russischen Sender RT

Ein britisches Gericht hat eine Geldstrafe in Höhe von 200.000 Pfund (knapp 240.000 Euro) für den russischen Staatssender RT (früher Russia Today) bestätigt. Der Sender habe bei sieben Sendungen im Frühling 2018 über den Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal in der englischen Stadt Salisbury sowie über den syrischen Bürgerkrieg die Anforderungen gebrochen, unabhängig zu berichten, urteilte das Berufungsgericht in London.

15.28 Uhr: Polen will Zahl seiner Streitkräfte mehr als verdoppeln

Polen will die Zahl seiner Streitkräfte mehr als verdoppeln. Zugleich soll der Dienst attraktiver werden. Ziel sei eine Zahl von mindestens 250.000 Berufssoldaten und 50.000 Angehörigen der freiwilligen Truppen zur Territorialverteidigung (WOT), sagte Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak in Warschau bei der Vorstellung eines "Plans zur Verteidigung des Vaterlandes". Gegenwärtig zählen die polnischen Streitkräfte 110.000 Berufssoldaten.

15.18 Uhr: UN-Bericht: Staaten müssen Klimaschutzbemühungen für 1,5-Grad-Ziel versiebenfachen

Die Weltgemeinschaft muss laut einem UN-Bericht ihre Klimaschutzbemühungen zur Erreichung des 1,5-Grad-Ziels versiebenfachen. Mit den derzeitigen nationalen Klimaschutz-Plänen lasse sich der Treibhausgas-Ausstoß bis 2030 nur um 7,5 Prozent reduzieren, heißt es in einem veröffentlichten Bericht des UN-Umweltprogramms.

Um die Erderwärmung wie im Pariser Klimaabkommen vereinbart auf möglichst 1,5 Grad zu begrenzen, sei jedoch eine Verringerung um 55 Prozent notwendig.

STERN PAID 38_21 Ökobilanz Fleisch aus dem Labor, 22.00

15.02 Uhr: Bericht: Britische Geheimdienste schließen Vertrag mit Amazon-Clouddienst AWS

Die britischen Geheimdienste haben einem Medienbericht zufolge einen Vertrag mit dem Amazon-Cloudanbieter Amazon Web Services (AWS) abgeschlossen. Wie die "Financial Times" unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Kreise berichtete, geht es dabei um die Speicherung vertraulicher Daten. 

Ziel sei es, die Datenanalyse und künstliche Intelligenz für die Spionage der Geheimdienste GCHQ, MI5 und MI6 sowie für andere Regierungsstellen verstärkt nutzbar zu machen, berichtete die "FT". Dem Bericht zufolge liegt der Vertragswert zwischen 500 Millionen und einer Milliarde Pfund über die nächsten zehn Jahre.

14.56 Uhr: Putsch im Sudan: General hält entmachteten Regierungschef fest

Der bei einem Putsch im ostafrikanischen Sudan entmachtete Ministerpräsident Abdullah Hamduk wird in der Residenz des höchsten Militärs, General Abdel Fattah al-Burhan, festgehalten. Man habe Hamduk zu seiner eigenen Sicherheit in die Residenz gebracht, sagte Al-Burhan während einer Ansprache. "Er ist bei mir zuhause." Demnach soll Hamduk auch das Recht haben, sich frei zu bewegen.

14.47 Uhr: Einige AfD-Abgeordnete müssen in Bundestag auf Tribüne Platz nehmen

Mehrere AfD-Abgeordnete haben in der konstituierenden Sitzung des Bundestages am Dienstag statt im Plenarsaal auf der Tribüne Platz nehmen müssen. Grund war die für die Parlamentarierinnen und Parlamentarier geltende 3G-Regel zum Schutz vor der Corona-Pandemie. Die betroffenen AfD-Abgeordneten hatten es abgelehnt, einen Nachweis über eine Impfung, Genesung oder einen negativen Corona-Test vorzulegen.

14.45 Uhr: Österreichs Präsident empfängt Impfwillige persönlich

Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat am Dienstag persönlich die Tür an seinem Amtssitz in Wien für Impfwillige geöffnet. Am Dienstag war Nationalfeiertag in Österreich, und van der Bellen hatte dazu 300 Menschen zum Impfen in die Hofburg eingeladen. Das Hilfswerk Johanniter stand mit Impfdosen in den Räumen des Amtssitzes bereit. 230 Menschen meldeten sich zu dem Besuch an, die anderen reihten sich spontan ein, wie das Präsidentenbüro berichtete. Vor der Hofburg demonstrierten einige Impfgegner gegen alle Coronamaßnahmen.

14.40 Uhr: EU übererfüllt Klimaziel von Kyoto – wegen Corona

Die Europäische Union hat ihr Klimaziel aus dem Kyoto-Protokoll deutlich übererfüllt. Das sei auch der Corona-Pandemie geschuldet, heißt es in einem Klima-Fortschrittsbericht, den die EU-Kommission in Brüssel veröffentlichte, kurz vor Beginn des Weltklimagipfels am Sonntag in Glasgow. Danach sank der Treibhausgas-Ausstoß in der EU im vergangenen Jahr um 31 Prozent im Vergleich zu 1990. Das sind elf Prozentpunkte mehr als geplant.

Unter dem Kyoto-Protokoll hatte sich die EU verpflichtet, ihre Emissionen bis 2020 um 20 Prozent zu drosseln. "Die EU hat ihr Ziel deutlich übererfüllt", stellte die Kommission nun mit Blick auf die Klimakonferenz COP26 fest. STERN PAID 42_21 Ökobilanz Fernseher 12.10

14.36 Uhr: Vergebliche Suche nach vermisstem 71-jährigem Angler auf Ostsee

Auf der Ostsee vor Warnemünde haben Rettungskräfte bei einem Großeinsatz vergeblich nach einem vermissten Angler gesucht. Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen mitteilte, wurde die Suche nach dem 71-Jährigen Mann am Dienstagmittag rund 15 Stunden nach der Alarmierung ergebnislos eingestellt. In der Nacht hatten die Retter nur dessen leere Kajak in dem Seegebiet entdeckt.

14.17 Uhr: Zunächst abgesagte Lesung über Xi Jinping findet nun doch statt

Eine zunächst auf chinesischen Druck abgesagte Lesung aus einer Biografie über den chinesischen Staatschef Xi Jinping in Duisburg findet nun doch statt. Die Online-Veranstaltung werde wie geplant an diesem Mittwochabend abgehalten, allerdings nicht vom Konfuzius-Institut an der Uni Duisburg-Essen, sondern vom Ostasieninstitut der Universität selbst, sagte eine Sprecherin der Hochschule. Die Universität werde den Einwahllink auf die Hochschulseite stellen. In Hannover wird die Lesung am Mittwoch hingegen nicht stattfinden, wie eine Sprecherin der Universität auf Anfrage mitteilte. Man sei mit dem Verlag im Gespräch für einen neuen Termin. PAID Chinas Erziehungspoliitk 10.05

14.10 Uhr: Deutsche Bank kürzt Postbank-Filialnetz stärker zusammen

Die Deutsche Bank streicht das Filialnetz ihrer Marke Postbank deutlich stärker zusammen als bisher geplant. Bis Ende 2023 werde die Zahl der Postbank-Geschäftsstellen von derzeit etwa 750 auf rund 550 sinken, sagte der Vertriebschef des deutschen Privatkundengeschäfts der Deutschen Bank, Philipp Gossow, der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX. Darauf habe man sich mit den Sozialpartnern und dem Geschäftspartner Deutsche Post verständigt. Bisher hatte das Management etwa 50 Filialschließungen im Jahr im Auge gehabt.

14.06 Uhr: Ausfall der Benzinversorgung: Iran macht Cyberangriff verantwortlich

Der Iran hat einen Cyberangriff für einen landesweiten Ausfall der Benzinversorgung verantwortlich gemacht. "Der Oberste Nationale Sicherheitsrat hat eine Cyberattacke auf das Computersystem zur Benzinverteilung bestätigt", meldete das iranische Staatsfernsehen. Zuvor hatten die Staatsmedien Bilder geschlossener Tankstellen und langer Schlangen gezeigt.

14.05 Uhr: Umfrage: Vorbehalte gegen Künstliche Intelligenz gehen zurück

Vorbehalte gegen Künstliche Intelligenz gehen in der Bevölkerung einer Umfrage zufolge zurück. 14 Prozent der Menschen in Deutschland verbinden mit dem Begriff etwas eher oder sehr Negatives, wie die repräsentative Befragung im Auftrag des Tüv-Verbands ergab. Bei der vorherigen Ausgabe vor zwei Jahren waren es 28 Prozent gewesen. Der Anteil derer, die Künstliche Intelligenz eher oder sehr positiv sehen, stieg im selben Zeitraum von 46 Prozent auf 51 Prozent. Vor allem bei Frauen habe die Skepsis nachgelassen, teilte der Verband mit. Geheimdienst und Amazon 10.44

13.44 Uhr: Präsidentin von Berliner Humboldt-Universität tritt zu Jahresende zurück

Aus Protest gegen das Berliner Hochschulgesetz will die Präsidentin der Humboldt-Universität, Sabine Kunst, zum Jahresende zurücktreten. Die vom bisherigen rot-rot-grünen Senat auf den Weg gebrachte Gesetzesnovelle sei "gut gemeint, aber schlecht gemacht", erklärte Kunst. Sie kritisierte unter anderem die damit einhergehenden Änderungen bei den Personalstrukturen der Universität. Kunst verwies auf die seit Jahren wachsende Unzufriedenheit und Kritik an den schwierigen und unsicheren Karrierewegen in der Wissenschaft, vor allem wegen der Vielzahl befristeter Verträge. Sie könne dies "gut verstehen und sehe die dringende Notwendigkeit von Veränderungen". Allerdings könne sie diese politische Entscheidung nicht mittragen und trete von ihrem Amt zurück.

13.40 Uhr: Schlag gegen Darknet-Kriminalität: Ermittler nehmen 150 Menschen fest

Einen Schlag gegen die Kriminalität im sogenannten Darknet haben internationale Ermittler gelandet. Sie nahmen rund 150 Verdächtige fest – allein 47 davon in Deutschland. Mehr als 26 Millionen Euro seien beschlagnahmt worden, teilte die europäische Polizeibehörde Europol in Den Haag mit. Außerdem seien 234 Kilogramm Drogen und 45 Schusswaffen sichergestellt worden. Einige der Verdächtigen werden von Europol als "hochrangige Ziele" eingestuft. Es war nicht die erste Aktion gegen das Darknet – im Januar 2021 hoben Ermittler einen der weltweit größten illegalen Marktplätze im Darknet aus, die Plattform "DarkMarket".

Die meisten Verdächtigen, nämlich 65, wurden in den USA festgenommen, gefolgt von Deutschland (47) und Großbritannien (24). Zu den beschlagnahmten Drogen gehörten 152 Kilogramm Amphetamine, 27 Kilogramm Opiate und über 25 000 Ecstasy-Pillen. Im Zuge der Aktion hatte Italien zwei illegale Online-Marktplätze mit insgesamt mehr als 100.000 Angeboten illegaler Waren geschlossen. PAID STERN 2019_31 Angriff aus dem Netz

13.26 Uhr: Migration über Belarus: Neues Ausländerrecht tritt in Polen in Kraft

In Polen ist eine Änderung des Ausländerrechts in Kraft getreten, nach der illegal eingereiste Migranten leichter des Landes verwiesen werden können. Hintergrund ist eine stark gestiegene Zahl illegaler Einreisen über Belarus. Laut der am Dienstag im amtlichen Anzeiger veröffentlichen Gesetzesänderung kann der Grenzschutzkommandeur sofort nach der Protokollierung eines unerlaubten Grenzübertritts den betroffenen Ausländer des Landes verweisen. Außerdem kann der Kommandeur die Wiedereinreise nach Polen und in den Schengen-Raum für eine Dauer von sechs Monaten bis drei Jahren verbieten.

13.20 Uhr: Afrika bekommt bis zu 110 Millionen Moderna-Dosen geliefert

Die Afrikanische Union erhält bis zu 110 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs vom US-Konzern Moderna. Bis Jahresende sollen die ersten 15 Millionen davon ausgeliefert sein. Der Corona-Beauftragte der Afrikanischen Union (AU), Strive Masiyiwa, begrüßte die Ankündigung am Dienstag als großen Schritt vorwärts.

Bisher seien insgesamt 17 Millionen Dosen von Corona-Impfstoffen ausgeliefert worden, in den kommenden drei Wochen werde man auf 35,2 Millionen Dosen kommen, sagte er auf einer Pressekonferenz der panafrikanischen Gesundheitsorganisation Africa CDC. Die AU kauft die Impfstoffe zentral für die Länder der Union, die Bestellungen aufgeben müssen.

12.56 Uhr: Anschlag auf Hagener Synagoge laut Ermittlern länger geplant

Der in Hagen verhaftete 16-Jährige soll den möglichen Anschlag auf die dortige Synagoge bereits über einen längeren Zeitraum geplant haben. Das gehe aus der bisherigen Auswertung der zahlreichen Datenträger hervor, die in dem Zusammenhang beschlagnahmt worden waren, berichtete die Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft dem Landtag am Dienstag auf eine Anfrage der Grünen.

Die Ermittlungen und die Auswertung der 487 Gigabyte Daten, die bei dem Jugendlichen sichergestellt worden waren, dauere weiter an. Es sei dabei eine erhebliche Anzahl islamistischer Videos entdeckt worden, auch solche mit Hinrichtungen und anderen Gräueltaten. Der Minderjährige sitzt wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat in Untersuchungshaft.

12.52 Uhr: Kretschmann hält Auslaufen der "epidemischen Lage" für falsches Signal

Der Vorstoß für eine Beendigung der epidemischen Lage ist nach Ansicht des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) ein "falsches Signal" angesichts der steigenden Corona-Werte. Während Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) diesen Schritt für richtig hält, seien die Ministerpräsidenten dagegen, betonte der Regierungschef in Stuttgart. "Ich war darüber wie die anderen Kollegen nicht sehr glücklich", sagte Kretschmann.

Corona Spahn vs. Lauterbach 12.51 Seit Tagen wird über dieses Thema kontrovers diskutiert, nicht zuletzt angesichts der derzeit steigenden Infektionszahlen in Deutschland und auch in Baden-Württemberg. Kritiker befürchten einen "Flickenteppich" an Maßnahmen und Regelungen, wenn die "epidemische Lage nationaler Tragweite" ausläuft. Das Robert Koch-Institut hatte die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntag erstmals mit einem klar dreistelligen Wert bekanntgegeben.

12.39 Uhr: Mehr als 20 Abgeordnete auf Tribüne für 3G-Verweigerer

Bei der konstituierenden Sitzung des Bundestags haben rund zwei Dutzend Abgeordnete die wegen Corona geltende 3G-Regelung nicht akzeptiert. Sie mussten deshalb am Dienstag auf einer eigens für sie reservierten Tribüne Platz nehmen. Dort saßen 23 Parlamentarier, die alle von der AfD waren, wie sich bei den Abstimmungen und bei Zwischenrufen zeigte. Prominente AfD-Abgeordnete wie Fraktionschefin Alice Weidel hielten sich allerdings an die Regelung und saßen unten im Plenarsaal.

Die Fraktionen hatten zuvor gemeinsam beschlossen, dass in den unteren Bereich des Plenarsaals im Reichstagsgebäude nur Abgeordnete kommen dürfen, die geimpft, genesen oder kurzfristig auf das Corona-Virus getestet sind. Beim entsprechenden Nachweis erhielten sie um ein Armgelenk ein schwarz-rot-goldenes Bändchen. Im Gegenzug galten dort keine Abstandsregeln mehr, so dass alle 736 Abgeordneten die Sitzung im Plenarsaal verfolgen konnten. Die AfD versuchte zwar, diese Regelung während der Sitzung zu kippen. Sie scheiterte damit aber am Widerstand der anderen Fraktionen.

12.18 Uhr: SPD schlägt vor, Bärbel Bas zur Bundestagspräsidentin zu wählen

Die SPD-Bundestagsfraktion schlägt Bärbel Bas zur Wahl als Bundestagspräsidentin vor. Da die Abgeordneten einzeln aufgerufen werden, wird der Wahlvorgang einige Zeit in Anspruch nehmen.

12.06 Uhr: RKI: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 113,0

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut angestiegen. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Vormittag mitteilte, erhöhte sich der Wert auf 113,0. Am Vortag hatte er bei 110,1 gelegen. Binnen eines Tages wurden demnach 10.473 Neuinfektionen registriert.

Die Zahl der Todesfälle in Deutschland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg den Angaben zufolge um 128 Fälle auf 95.245. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen seit Beginn der Pandemie liegt laut RKI bei 4.483.203.

Der Inzidenzwert, der die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen angibt, steigt seit anderthalb Wochen kontinuierlich an. Am vergangenen Freitag hatte die Inzidenz erstmals seit Mai wieder den Wert von 100 überschritten.

11.51 Uhr:  Bundestag lehnt AfD-Abgeordneten Gauland als Alterspräsident ab

Die AfD ist mit dem Versuch gescheitert, ihren Abgeordneten Alexander Gauland als Alterspräsident des Bundestags durchzusetzen. Ein Antrag der Fraktion zur Änderung der Geschäftsordnung fand bei der konstituierenden Sitzung des Bundestags in Berlin keine Mehrheit.

Gauland ist mit 80 Jahren der älteste Abgeordnete. Die Geschäftsordnung wurde vor der Bundestagswahl 2017 allerdings geändert, so dass der Alterspräsident nun der Abgeordnete mit den meisten Parlamentsjahren ist. Ohne eine Reform wäre damals voraussichtlich der AfD-Politiker Wilhelm von Gottberg Alterspräsident geworden. In dieser Legislaturperiode führte die Regelung nun dazu, dass der bisherige Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) der Alterspräsident ist.

11.40 Uhr: Schäuble mahnt rasche Änderung des Wahlrechts an

Der bisherige Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat erneut eine rasche Änderung des Wahlrechts angemahnt, um eine weitere Aufblähung des Bundestags zu verhindern. Dass der Bundestag zu seiner konstituierenden Sitzung trotz der Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie erstmals wieder gemeinsam im Plenum zusammenkommen könne, habe eine überfraktionelle Verständigung möglich gemacht, sagte Schäuble, der am Dienstag als dienstältester Abgeordneter die Sitzung des neuen Bundestages in Berlin eröffnete. "Wenn uns das etwa beim Wahlrecht gelänge, wäre ich nach der auch für mich persönlich bitteren Erfahrung der vergangenen Legislaturperiode bestimmt nicht traurig", ergänzte er.

Nach der Bundestagswahl verliert Schäuble sein Amt als Bundestagspräsident, nachdem die SPD am 26. September größte Fraktion geworden ist. Nun sagte er: "Eine Wahlrechtsreform, die ihren Namen verdient, ist allerdings keinen Deut leichter geworden – und trotzdem: Sie duldet ersichtlich keinen Aufschub."

11.39 Uhr: 66,3 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft

66,3 Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das sind rund 55,1 Millionen Menschen, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Demnach haben 76,8 Prozent aller Erwachsenen und 40,3 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 17 den vollen Impfschutz. Fast 57,5 Millionen Menschen oder 69,2 Prozent der Gesamtbevölkerung wurden mindestens einmal gegen Corona geimpft. Eine Auffrischungsimpfung haben bislang 1,6 Millionen Menschen erhalten.

Durchschnittlich wurden in den vergangenen sieben Tagen etwa 125.000 Covid-Schutzimpfungen pro Tag in Deutschland vorgenommen - am Montag waren es 96.000, darunter rund 38.000 Zweitimpfungen und 36.000 Auffrischungen.

11.28 Uhr: Steinmeier beauftragt Merkel mit Fortführung der Regierungsgeschäfte

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) formal darum gebeten, die Regierungsgeschäfte bis zur Ernennung ihres Nachfolgers fortzuführen. Das teilte das Präsidialamt mit. Laut Grundgesetz endet die Amtszeit der bisherigen Regierung mit der konstituierenden Sitzung des Bundestags , die am Vormittag  begann.

Die geschäftsführende Regierung kann rein rechtlich gesehen so agieren wie eine normale. So kann sie Gesetze oder sogar einen neuen Haushalt in den Bundestag einbringen. Auch die Minister behalten ihre Befugnisse. Sie können Rechtsverordnungen und Verwaltungsvorschriften erlassen. Traditionsgemäß übt sich die geschäftsführende Bundesregierung aber in Zurückhaltung, um den Handlungsspielraum des künftigen Kabinetts nicht einzuschränken. Die Entlassungsurkunden überreicht Steinmeier Merkel sowie den Ministerinnen und Ministern am späten Nachmittag. Angela Merkel Rückblick 19.45

11.21 Uhr: AfD wirft im Bundestag anderen Fraktionen Verstoß gegen demokratische Regeln vor

Zum Auftakt der konstituierenden Sitzung des neuen Bundestags hat der Parlamentsgeschäftsführerder AfD, Bernd Baumann, den anderen Fraktionen einen Verstoß gegen demokratische Traditionen vorgeworfen: Baumann monierte im Plenum in Berlin, dass nicht der älteste Abgeordnete die Sitzung als Alterspräsident eröffnete, sondern der dienstälteste. Der älteste Abgeordnete ist der AfD-Politiker Alexander Gauland, der dienstälteste ist der Christdemokrat Wolfgang Schäuble. 

Ein Antrag der AfD auf eine entsprechende Änderung der Geschäftsordnung wurde aber mit den Stimmen aller anderen Fraktionen abgelehnt - damit fungiert Schäuble als Alterspräsident.

11.08 Uhr: US-Polizei: Kinder lebten anscheinend mit Leiche des Bruders

Polizisten haben bei einem Einsatz im US-Bundesstaat Texas drei Kinder entdeckt, die nach ersten Erkenntnissen seit längerer Zeit mit der Leiche eines Geschwisterkindes in der Wohnung lebten. Die Beamten fanden dort sterbliche Überreste eines Kindes vor, wie es in einer Mitteilung der zuständigen Polizei von Harris County hieß. Diese scheinen sich bereits seit einem längeren Zeitraum in der Wohnung befunden zu haben, sagte Sheriff Ed Gonzalez bei einer Pressekonferenz. Wie lange genau, werde untersucht. Gonzalez sprach von einer "entsetzlichen" und "tragischen" Situation.

Die Jungen im Alter von 7, 10 und 15 Jahren hätten nach Angaben des ältesten Kindes bereits seit Monaten ohne die Eltern in der Wohnung in der Metropolregion Houston gelebt. Der Jugendliche verständigte am Sonntag die Polizei und sagte, sein neun Jahre alter Bruder sei seit rund einem Jahr tot und befinde sich im Nebenzimmer. "Ich bin schon lange in diesem Geschäft, aber von einem solchen Szenario habe ich noch nie gehört", sagte Gonzalez. Alle drei Kinder kamen der Polizei zufolge zunächst ins Krankenhaus. 

11.00 Uhr: Rhein wegen zweier festgefahrener Schiffe bei Germersheim gesperrt

Wegen zweier festgefahrener Schiffe ist der Rhein bei Germersheim in Rheinland-Pfalz für den Schiffsverkehr gesperrt worden. In der Nacht zum Dienstag fuhr sich ein mit Diesel beladenes Tankmotorschiff fest, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Germersheim am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP sagte. Es sei kein Kraftstoff ausgetreten. Ebenso sei kein Wasser in das Schiff eingedrungen. Verletzt wurde niemand.

Nur rund hundert Meter entfernt hatte sich am späten Sonntagabend bereits ein Fahrgastschiff festgefahren. 90 Menschen saßen seitdem auf dem Schiff fest. Grund für den Unfall war offenbar eine "nautische Fehleinschätzung" des Kapitäns. Zum Unfallzeitpunkt herrschten niedriger Wasserstand und dichter Nebel. Verletzt wurde ebenfalls niemand.

10.50 Uhr: Polizistinnen kommen wegen Flucht vor Schießerei vor Gericht

In Schwelm müssen sich Mitte November zwei Polizistinnen vor Gericht verantworten, weil sie ihren Kollegen während eines Schusswechsels nach einer Verkehrskontrolle nicht geholfen haben sollen. Die 37-Jährige aus Köln und die 32-Jährige sollen die Schüsse bemerkt haben und vom Ort des Geschehens geflohen sein, wie das Landgericht Hagen am Dienstag mitteilte. Verantworten müssen sie sich wegen versuchter Körperverletzung durch Unterlassen, weil sie dazu verpflichtet gewesen wären, einzugreifen.

Bei der Verkehrskontrolle im Mai vergangenen Jahres soll sich der kontrollierte Autofahrer Vitalij K. zunächst kooperativ verhalten haben. Später habe er jedoch eine Waffe aus seinem Auto geholt und unvermittelt auf zwei Polizisten geschossen, die das Feuer erwidert hätten. Insgesamt sollen 21 Schüsse abgegeben worden sein. K. wurde bereits zu einer Haftstrafe verurteilt.

10.36 Uhr: Mehr Fälle von sexuellem Missbrauch durch britische Polizisten

In Großbritannien sind zuletzt deutlich mehr Polizisten wegen sexuellen Missbrauchs angezeigt worden. Zwischen 2018 und 2021 gab es 66 Disziplinarverfahren gegen Beamte und Mitarbeiter, wie die unabhängige Behörde Independent Office for Police Conduct (IOPC) mitteilte. Davon wurden allein 42 im vergangenen Jahr eingeleitet. 2016 gab es demnach 10 Verfahren.

PAID Urteil Sarah Everard 7.16 Die britische Polizei steht seit dem Mord an der Londonerin Sarah Everard unter besonderer Beobachtung. Ein Polizist hatte sein Amt missbraucht, um die 33-Jährige zu verschleppen. Anschließend vergewaltigte und tötete er die Frau. Dafür wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt.

Die Behörde betonte, dass in der Polizei kein Platz für Sexualstraftäter sei. Die deutliche Zunahme der Disziplinarmaßnahmen sei auf verstärkte Sanktionsbemühungen zurückzuführen. Zudem sorge das erhöhte Bewusstsein dazu, dass mehr Fälle gemeldet wurden. In 63 der 66 Verfahren gegen Beamte konnte ein Fehlverhalten nachgewiesen werden.

10.35 Uhr: Südkoreas ehemaliger Präsident Roh Tae Woo gestorben

Der frühere südkoreanische Präsident Roh Tae Woo ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Das Krankenhaus der Soul National University bestätigte seinen Tod am Dienstag, ohne jedoch die genaue Todesursache zu nennen. Roh, der das ostasiatische Land von 1988 bis 1993 regierte, litt nach einer Erkrankung an Prostatakrebs rund um die Jahrtausendwende zunehmend unter gesundheitlichen Problemen.

In seinem Heimatland ist Roh vor allem dafür bekannt, 1987 die ersten freien Wahlen Südkoreas gewonnen zu haben. Doch seine politische Karriere endete mit einem riesigen Korruptionsskandal. Roh hatte Bestechungsgelder in Höhe von umgerechnet über 500 Millionen Euro angehäuft. Seinen Ruf konnte Roh Tae Woo in der südkoreanischen Öffentlichkeit seither nicht mehr wieder herstellen.

Im Jahr 1995 entschuldigte sich der geschasste Politiker vor laufenden Fernsehkameras unter Tränen für sein Fehlverhalten: "Ich fühle mich unendlich beschämt". 1996 wurde Roh unter anderem wegen Korruption zu einer 17-jährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Bereits im Folgejahr wurde der Politiker jedoch begnadigt.

9.51 Uhr: Schwerer Raub nach Sexfalle am Essener Hauptbahnhof

Ein 35 Jahre alter Mann soll am Essener Hauptbahnhof nach mutmaßlich vorgetäuschtem sexuellem Interesse einer Frau von zwei Männern ausgeraubt worden sein. Dabei verletzten ihn die Unbekannten mit einer zerbrochenen Glasflasche am Unterarm, berichtete die Bundespolizei . Die Frau sprach ihn demnach zunächst am Sonntagabend an und wollte "näheren Kontakt", wie es in der Mitteilung der Polizei hieß. Sie seien ein Stück gegangen. Dann seien die unbekannten Männer aufgetaucht, hätten den 35-Jährigen mit der Flasche angegriffen und seinen Rucksack sowie sein Handy geraubt. Im Anschluss flüchtete das Trio. Bundespolizisten leiteten den Angaben nach ein Strafverfahren wegen schweren Raubes ein und baten um Zeugenhinweise.

9.27 Uhr: 71-jähriger Angler vor Warnemünde vermisst

Auf der Ostsee bei Warnemünde haben Rettungskräfte in der Nacht zum Dienstag bei einem Großeinsatz vergeblich nach einem vermissten 71-jährigen Angler gesucht. Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen mitteilte, wurde gegen 1.40 Uhr zunächst nur das leere Kajak des Manns in dem Seegebiet entdeckt. Es trieb rund sechseinhalb Kilometer vor der Küste von Mecklenburg-Vorpommern.

Die Suche nach dem Vermisste sollte nach DGzRS-Angaben heute fortgesetzt werden. Der Mann war am Montagabend nicht von einer Angeltour auf der Ostsee zurückgekehrt, seine Frau alarmierte die Rettungskräfte. An der nächtlichen Suche beteiligten sich unter anderem ein Seenotrettungskreuzer und mehrere Behördenschiffe. Aus der Luft unterstützten Hubschrauber und ein Ölüberwachungsflugzeug von Polizei und Marine. Darüber hinaus wurden Strände abgesucht.

9.19 Uhr: Schwangere Frau stirbt bei Zusammenstoß mit Linienbus

Eine 26-jährige Autofahrerin ist in der Nacht zum Dienstag im saarländischen Völklingen mit ihrem Wagen mit einem Bus zusammengestoßen und tödlich verletzt worden. Die schwangere Frau war aus Schaffhausen kommend Richtung Völklingen unterwegs, als sie aus zunächst unbekannten Gründen nach links von der Fahrbahn abkam und mit einem entgegenkommenden Linienbus zusammenstieß, wie die Polizei mitteilte. Dadurch wurde sie so schwer verletzt, dass sie später in einer Klinik starb. Auch ihr ungeborenes Kind konnte nicht gerettet werden.

Der 35-jährige Fahrer des Linienbusses zog sich bei dem Zusammenstoß schwere Verletzungen zu und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Von den acht Fahrgästen des Linienbusses erlitten zwei leichte Verletzungen. Die Straße wurde zeitweise voll gesperrt. Nach derzeitigem Ermittlungsstand sei die Unfallursache noch unklar. Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken gab ein Unfallgutachten in Auftrag.

8.58 Uhr: China stellt Millionenstadt unter Corona-Quarantäne

Im Kampf gegen eine neue Corona-Infektionswelle stellt China die Millionenstadt Lanzhou unter Quarantäne. Die vier Millionen Einwohner der Stadt im Nordwesten des Landes dürften ihre Wohnungen nur noch in Notfällen verlassen, erklärte die Stadtverwaltung. Zuvor waren in ganz China 29 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden.

Bereits am Vortag waren in der Hauptstadt Peking gut hundert Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele neue Corona-Beschränkungen verhängt worden. Die Bewohner Pekings wurden aufgefordert, die Stadt nur noch in dringenden Fällen zu verlassen und auf größere Menschenansammlungen zu verzichten. Der für kommenden Sonntag geplante Marathon in Peking wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Mehrere Wohnkomplexe wurden abgeriegelt.  PAID STERN 2008_18 Die Geschichte Chinas Teil 4 20.27

8.15 Uhr: Samsung-Erbe wegen Drogenkonsum zu Geldstrafe verurteilt

Samsung-Erbe Lee Jae Yong ist wegen illegalen Drogenkonsums zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtet, verurteilte das zentrale Bezirksgericht in Seoul den 53-jährigen Vize-Aufsichtsratsvorsitzenden von Samsung Electronics zu einer Strafe von 70 Millionen Won (ca. 52 000 Euro). Bei der illegalen Substanz soll es sich um das Anästhetikum Propofol handeln. Lee soll das in Südkorea illegale Betäubungsmittel zwischen 2015 und 2020 über 40 Mal verabreicht bekommen haben. Nach südkoreanischem Recht ist auch das reine Empfangen illegaler Substanzen strafbar, also die Annahme beim Kauf.

7.15 Uhr: Intensivmediziner rechnen mit Zunahme der Covid-Patienten in Krankenhäusern

Intensivmediziner erwarten in den kommenden Wochen eine erneute Zunahme der Corona-Patienten in den Krankenhäusern. Damit sei saisonal bedingt und mit Blick auf steigende Inzidenzen der Corona-Neuinfektionen zu rechnen, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Auffrischungsimpfungen könnten in diesem Zusammenhang "einen sehr wichtigen Part in der Bekämpfung der Pandemie" spielen, sagte Marx.

6.05 Uhr: Thailand meldet kurz vor der Öffnung sinkende Neuinfektionen

Wenige Tage vor der Öffnung für den internationalen Tourismus hat Thailand erstmals seit Monaten weniger als 8000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Die Behörden meldeten am Dienstag 7706 neue Fälle – das ist der niedrigste Wert seit dem 8. Juli. 66 Menschen starben in Zusammenhang mit Covid-19. Der Verlauf des jüngsten Ausbruchs in dem südostasiatischen Urlaubsland mit 70 Millionen Einwohnern war lange ungewöhnlich: Zwar waren die Zahlen seit August – als ein Höchstwert von mehr als 23 000 Neuinfektionen verbucht worden war - gesunken, jedoch stagnierten sie wochenlang zwischen 9000 und 12 000 neuen Fällen am Tag.

5.00 Uhr: Erneut mehr Teilzeitstudierende in Deutschland

Die Zahl der Teilzeitstudierenden in Deutschland ist weiter gewachsen und hat mit 223.000 einen Höchststand erreicht. Bei insgesamt rund 2,9 Millionen Studierenden lag ihr Anteil im Wintersemester 2019/2020 bei 7,7 Prozent, wie aus einer Auswertung von Zahlen des Statistischen Bundesamtes durch das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh hervorgeht. Das ein Plus von 0,2 Prozentpunkten. Die Auswertung liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Damit haben 2019/2020 rund 8000 Menschen mehr in Teilzeit studiert als im Vorjahreszeitraum. Studie Stress Studenten 18.47

4.50 Uhr: Facebook und Youtube schränken Nutzerkonten von Brasiliens Präsident ein

Als Reaktion auf ein Video von Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro haben die Online-Netzwerke Facebook und Youtube dessen Nutzerkonten eingeschränkt. Facebook löschte das fragliche Video, Youtube verhängte eine einwöchige Sperre für den Präsidenten, wie die Onlineplattform mitteilte. In dem fraglichen Video hatte der Präsident von negativen Auswirkungen der Corona-Impfstoffe für HIV-Infizierte gesprochen.

2.05 Uhr: Drogenbeauftragte warnt vor Legalisierung von Cannabis

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig, hat die Nachfolger-Regierung vor einer Legalisierung von Cannabis gewarnt. "Zugunsten eines vermeintlichen Zeitgeistes die Gesundheit der Bevölkerung zu riskieren, kann und sollte nicht Ziel der neuen Bundesregierung sein", sagte die CSU-Politikerin der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Regelmäßiger Konsum könne zu schweren psychischen Störungen führen – insbesondere bei Jugendlichen, die sich noch in der körperlichen Entwicklung befänden. "Kiffen ab 18 ist alles andere als harmlos und gibt außerdem keine Antwort auf die Frage nach besserem Jugendschutz", sagte Ludwig. STERN PAID Interview Legalisierung Cannabis 11.30

2.00 Uhr: Ägyptens Präsident Al-Sisi hebt Ausnahmezustand auf

Rund viereinhalb Jahre nach seiner Verhängung hat Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi den Ausnahmezustand aufgehoben. "Ägypten ist dank seiner großartigen Bevölkerung (...) zu einer Oase der Sicherheit und Stabilität in der Region geworden", schrieb der Staatschef beim Onlinedienst Facebook. Der Ausnahmezustand war im April 2017 nach Bombenanschlägen auf zwei koptische Kirchen in Kairo mit mehr als 40 Toten verhängt worden.

1.30 Uhr: Facebook steigert Quartalsgewinn trotz Vorwürfen auf mehr als 9 Milliarden Dollar

Trotz der Kontroversen um den Umgang mit Hassnachrichten und Falschinformationen hat US-Internetriese Facebook eine Steigerung seines Quartalsgewinns auf mehr als 9 Milliarden US-Dollar (rund 7,8 Milliarden Euro) gemeldet. Die am Montag von dem Unternehmen veröffentlichten Zahlen zeigten einen Anstieg des Gewinns um 17 Prozent auf 9,2 Milliarden Dollar. Insgesamt nutzen nun 2,91 Milliarden Menschen Facebooks Dienste.

1.16 Uhr: Schüsse in Einkaufszentrum in Idaho - zwei Tote

Mindestens zwei Menschen sind in einem Einkaufszentrum im US-Bundesstaat Idaho erschossen worden. Mindestens vier weitere Menschen seien bei dem Vorfall am Montag in der Stadt Boise verletzt worden, darunter ein Polizist, hieß es in einer Pressekonferenz der Polizei. Der Verdächtige sei in Polizeigewahrsam. "Zu diesem Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass nur ein einzelner Schütze beteiligt war und dass von diesem Vorfall keine Gefahr mehr für die Allgemeinheit ausgeht", sagte der zuständige Polizist. Zum Motiv der Tat könne er noch nichts sagen.

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Tue, 26 Oct 2021 17:17:00 GMT

Wegen Corona im Krankenhaus: "Ich hatte einfach Angst": Corona-Patientin erklärt, warum sie sich nicht impfen ließ

Mediziner warnen davor, dass die Zahl der Covid-19 Patienten auf den Intensivstationen seit zwei Wochen kontinuierlich ansteigt. Die meisten unter ihnen seien ungeimpft – wie Liane Meermann-Hölscher.

Mediziner warnen davor, dass die Zahl der Covid-19 Patienten auf den Intensivstationen seit zwei Wochen kontinuierlich ansteigt. Die meisten unter ihnen seien ungeimpft – wie Liane Meermann-Hölscher.

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Tue, 26 Oct 2021 17:17:00 GMT

J. Peirano: Der geheime Code der Liebe: Meine Tochter verzweifelt an der Partnersuche – wie kann ich ihr helfen?

Nadia hat wenig Glück in der Liebe, findet ihre Mutter Konstanze. Und bittet um Rat. Doch was steckt wirklich dahinter?

Liebe Frau Peirano,

es geht um meine 29-jährige Tochter Nadia, die bisher drei Beziehungen hatte:

  • Mit 18 Jahren für vier Jahre, einvernehmliche Trennung 
  • Mit 23 Jahren für drei Jahre, ihre große Liebe. Die Trennung erfolgte durch den Mann: Er könne sie nicht mehr vermissen und würde sie nicht mehr lieben. Dies war für Nadia ein großer Schlag, sie war völlig unvorbereitet, auch wenn sie jetzt meint, dass die äußeren Umstände etwas schwierig gewesen seien (neue Arbeitsstelle beim Freund, viele Praktika bei ihr, zu wenig Zeit), jedoch für sie kein Grund, an die Beziehung zu zweifeln
  • Mit 27 Jahren für ein Jahr, schwierige Beziehung, vermutlich Borderliner, viele Herabwürdigungen…. Nadia hat noch lange Verantwortung für den Mann gespürt und noch viel probiert

Aktuell geht es um einen Mann - Piet. Nach einem sechsmonatigen Schreibkontakt hat Nadia Mitte Juni ein Treffen vorgeschlagen. Seit diesem Treffen ist Piet aktiv geworden. Er schlug die nächsten Treffen vor, er rief sie an und bemühte sich auf vielerlei Art, sie übernachteten beieinander… als Paar hatten sie sich aber noch nicht bezeichnet. Einziges Problem bis dahin war der wegen Arbeit im Januar geplante Wegzug von Piet. Aber beide waren der Meinung, dass es sicherlich eine Lösung geben würde.

Nach zwei Monaten besuchte Piet seine Familie in seinem Heimatort und Freunde in seiner Studienstadt. Wie sich dann nach der Rückkehr herausstellte, hatte Piet sich mit seiner Ex-Freundin getroffen, die sich im November 20 von ihm getrennt hatte. Nachdem sie seitdem keinen Kontakt hatten, hatte sie ihm dann mitgeteilt, dass sie wieder eine Beziehung mit ihm wolle. Piet sagte Nadia, dass alles wahr gewesen sei, was er ihr gesagt habe. Die noch vorhandenen Gefühle zur Ex habe er verschwiegen, um das, was sich zwischen ihnen entwickelte, nicht zu gefährden. Und er habe schnell gemerkt, dass er mehr wollte von ihr. Peirano: Partner textet Leute zu 21.25

Aber mit seiner Ex sei er drei Jahre zusammen gewesen (wenn auch meist als Fernbeziehung, zur Trennung kam es, als er wieder in der Nähe der Ex lebte), sie hätten menschlich gut harmoniert, seine Bindungsangst habe zur Trennung beigetragen und er müsse dem einfach noch eine Chance geben. Nadia spürte, wie schwer es ihm fiel. Er sprach davon, sie gerne küssen zu wollen, er streichelte ihr Gesicht und Arm. Bei einem weiteren Treffen war er schweigsam und nahm Nadia in den Arm, als sie nach seinem Befinden fragte. Nadia versteht seine Entscheidung zwar schon, war und ist aber schwer getroffen und sehr verwirrt. Sie kann es einfach nicht begreifen, dass jemand sich so sehr auf etwas Neues einlässt, wenn er gefühlsmässig noch stark gebunden ist. Sie fühlt sich trotz seinen Erklärungen ausgemustert und nicht gut genug.

Sie vermisst auch den guten Freund, mit dem sie viel unternehmen konnte. Sie haben weiterhin schriftlichen Kontakt, der auch durchaus von Piet ausgeht und sie plant auch, sich weiter mit ihm zu treffen – freundschaftlich, sie könne ihr Innerstes gut vor ihm verbergen und unbeschwert wirken… sie möchte noch nicht aufgeben.

Nadia fühlt sich allgemein vom Schicksal stark gebeutelt. Sie möchte Partnerschaft und Familie, das Leben laufe an ihr vorbei und sie bleibe mit 29 Jahren einfach stehen. Es sei schwierig, nette Männer kennenzulernen, und keiner halte es ja mit ihr aus, wie ihre Erfahrungen zeigen würden. Es läge an ihrer Person.

Ich bin ebenso ratlos wie Nadia, was kann ich ihr sagen? Sollte sie sich zurückziehen, kann sie freundschaftlichen Kontakt haben, wenn es ihr gut tut, soll sie ehrlich sagen, wie es um ihr Gefühlsleben steht? Weiterhin: Wie kann ich mich verhalten in Bezug auf ihr Selbstbild? Es ist schnell falsch, was ich sage. Ich mag aber auch nicht stehen lassen, dass sie sich die Schuld gibt und sich dies bei ihr festsetzt. Beratung, um sich etwas aufzubauen, lehnt sie völlig ab, Hypnose vor vier Jahren war eine schlechte Erfahrung.   

Vielen Dank für Ihre Antwort,

Konstanze M.


Liebe Konstanze M.,

als ich Ihre Zuschrift gelesen habe, meldeten sich zwei verschiedene Stimmen in mir, die Ihr Schreiben kommentierten.

Zum Einen dachte ich: Das ist aber toll, dass eine Mutter so viel über das Liebes- und Gefühlsleben ihrer Tochter weiß und anscheinend das volle Vertrauen der Tochter genießt. Und es ist auch schön, dass Sie als Mutter sich so viele Gedanken machen und sich wünschen, dass es Ihrer Tochter Nadia gut geht. Bio Julia Peirano

Zum Anderen dachte ich aber auch: Warum schreibt Nadia mir nicht selbst, wenn sie mit ihrem Liebesleben unzufrieden ist? Warum teilt sie noch alle Sorgen und Details mit ihrer Mutter und gibt diese Last vielleicht auch an ihre Mutter ab? Ist das Verhältnis zwischen Ihnen beiden angemessen abgegrenzt für eine 29-Jährige?

Ich wollte Ihnen diese Gedanken erst einmal zurück melden, in der Hoffnung, dass Sie Ihr Verhältnis zu Ihrer Tochter selbst hinterfragen und für sich einen Standpunkt finden. Manchmal ist man ja etwas betriebsblind, wenn es die eigenen vertrauten Beziehungen betrifft.

Vielleicht bekommen Sie deshalb von mir auch nicht die Antwort, die Sie sich erhoffen. Weil es definitiv Nadias Angelegenheit wäre, sich um Rat oder eine Einschätzung zu bemühen. Und genau das lehnt sie ab. Ist auch das ein Muster zwischen Ihnen beiden? Nadia klagt und leidet, lehnt aber konstruktive Hilfe ab – und Sie machen sich Sorgen und suchen nach Lösungen, die Nadia nicht annimmt?

Ich habe in meiner Therapieausbildung einen sehr wichtigen Satz gelernt: "Man kann nicht den Hund zum Jagen tragen". Der zweitwichtigste Satz war: "Arbeite nie härter als dein Patient." In einer Therapie geht es also immer darum, genau zu erfragen, was der/die Patient*in erreichen will und nicht, was man selbst für den Patienten erreichen möchte.

Was würde Nadia sagen, wenn Sie sich fragen, was genau Sie von Ihnen als Mutter möchte?

Würde Sie sagen: Bitte hör mir zu und verstehe mein Leid?

Oder: Sag mir, was ich machen soll?

Oder: Bestätige mein Weltbild, dass es heutzutage schwierig ist mit den Männern und Beziehungen? Eine junge Frau nannte das einmal: "End of Romance" – und ich kann sie verstehen.

Fragen Sie doch einmal deutlich nach, was Sie für Nadia tun können, und dann überlegen Sie sich gründlich, ob Sie das auch tun möchten . Oder ob Sie sagen: Besprich das mit einer Therapeutin oder einer Freundin.

Sie könnten vielleicht auch einige indirekte Gesprächstechniken anwenden, um Nadia selbst zum Nachdenken zu bringen. Zum Beispiel können Sie sie fragen, was sie einer Freundin raten würde, die in genau der gleichen Situation ist. Oder Sie könnten sie fragen, was sie selbst zu der 29-jährigen Nadia sagen würde, wenn sie eine lebenserfahrene, glückliche 80-Jährige wäre.

Sie könnten ihr beiläufig das Buch: " Mit Schuld, Scham und Methode " von Maren Lammers empfehlen (oder es zufällig herumliegen lassen). Aber die eigentliche Arbeit obliegt Nadia, und ich frage mich immer noch, warum sie sich nicht selbst um eine Lösung bemühen möchte.

Und warum Sie als Mutter nach einer Lösung suchen. Bringt es Ihnen als Mutter auch etwas, stellvertretend etwas zu erleben und Teil zu haben an der modernen Partnersuche? Haben Sie selbst noch ungelöste Themen mit Nadia (Schuldgefühle, etwas in der Erziehung "versäumt haben", Perfektionismus in der Rolle als Mutter, Abgrenzungsprobleme), die Sie hier so aktiv werden lassen?

Ich hoffe, dass meine Antwort Sie nicht enttäuscht, weil ich ja auf einen anderen Aspekt abziele als auf das, was Sie gefragt haben.

Herzliche Grüße

Julia Peirano


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Tue, 26 Oct 2021 17:17:00 GMT

Mehr als 24 Stunden vermisst: Wegen unbekannter Nummer: Bergsteiger ignoriert stundenlang Anrufe von Rettungsteam

Ein verirrter Wanderer im US-Bundesstaat Colorado ignorierte Anrufe von Rettungskräften, weil er die Nummer nicht kannte. Wiederholte Versuche, den seit mehr als 24 Stunden vermissten Mann zu kontaktieren, blieben unbeantwortet.

Ein Mann, der sich beim Wandern auf dem höchsten Berg Colorados 24 Stunden lang verirrt hatte, hat wiederholte Anrufe von Rettungsteams ignoriert, weil sie von einer unbekannten Nummer kamen. Das berichtet der ortsansässige Such- und Rettungsdienst des Bezirks Lake auf Facebook.

Nachdem der Mann nach einer Wanderung nicht zu seiner Unterkunft zurückgekehrt war, wurde er gegen 20 Uhr als vermisst gemeldet. Wiederholte Versuche, den Vermissten durch Anrufe, SMS und Voicemail-Nachrichten zu kontaktieren, wurden ignoriert, heißt es in einer Erklärung der Behörde. PAID Beaumont-Kinder_19.00

Erfolglose Rettungseinsätze

Fünf Rettungsmitglieder wurden gegen 22 Uhr zur Suche auf den Mount Elbert eingesetzt, kehrten aber gegen drei Uhr zurück, nachdem sie den vermissten Wanderer auf dem 4401 Meter hohen Gipfel nicht gefunden hatten. Ein zweites Team machte sich am darauffolgenden Tag um sieben Uhr auf den Weg, um weitere Gebiete zu durchsuchen, in denen Wanderer häufiger vom Weg abkommen. Allerdings wurden sie benachrichtigt, dass der Vermisste gegen 9.30 Uhr selbstständig zu seiner Unterkunft zurückgekehrt war. Post Vermisstenanzeige

Der Wanderer erzählte den Behörden, er habe sich bei Einbruch der Dunkelheit verlaufen und sei daraufhin auf verschiedenen Wegen herumgeirrt. Erst am nächsten Morgen, etwa 24 Stunden nach seinem Aufbruch, erreichte er wieder sein Auto. Dem Rettungsdienst zufolge war ihm nicht bewusst, dass jemand nach ihm gesucht hatte.

Vermisster ignoriert Anrufe der Retter

"Eine erwähnenswerte Tatsache ist, dass die betreffende Person wiederholte Anrufe von uns ignoriert hat, weil sie die Nummer nicht erkannt hat", so der Rettungsdienst.

Mehr als 32 Stunden dauerte die Suche nach dem Wanderer. Die Nachricht, dass der Vermisste die Anrufe der Rettungskräfte ignoriert hatte, sorgte für wütende Reaktionen auf Facebook.

Rettungsdienst nimmt Wanderer in Schutz

"Bitte denken Sie daran, dass das, was im Nachhinein als gesunder Menschenverstand erscheint, für eine Person in dem Moment, in dem sie sich verirrt hat und in Panik gerät, nicht offensichtlich ist", so der Rettungsdienst.

Nichtsdestotrotz mahnen sie, es dem Vermissten nicht gleichzutun und stattdessen in solchen Situationen unbedingt auf Anrufe zu reagieren – auch von Unbekannten. Schließlich "könnte ein Such- und Rettungsteam sein, das sichergehen will, dass Sie in Sicherheit sind".

Quelle : Such- und Rettungsdienst des Bezirks Lake

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Tue, 26 Oct 2021 17:00:29 GMT

Kretschmer: Sachsen hat enorm von EU profitiert

Sachsen hat nach Einschätzung von Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) wie kaum eine andere Region von Europa profitiert. «Insgesamt sind seit 1991 mehr als 20 Milliarden Euro nach Sachsen geflossen», erklärte Kretschmer am Mittwoch zum 30-jährigen Bestehen des sächsischen Verbindungsbüros in Brüssel. Diese Unterstützung für kleine und größere Projekte, für Forschung, Innovationen sowie Aus- und Weiterbildung hätten entscheidend dabei geholfen, dass sich der Freistaat nach der Wiedervereinigung zu einem erfolgreichen Forschungs- und Industriestandort entwickeln konnte.

Sachsen hat nach Einschätzung von Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) wie kaum eine andere Region von Europa profitiert. «Insgesamt sind seit 1991 mehr als 20 Milliarden Euro nach Sachsen geflossen», erklärte Kretschmer am Mittwoch zum 30-jährigen Bestehen des sächsischen Verbindungsbüros in Brüssel. Diese Unterstützung für kleine und größere Projekte, für Forschung, Innovationen sowie Aus- und Weiterbildung hätten entscheidend dabei geholfen, dass sich der Freistaat nach der Wiedervereinigung zu einem erfolgreichen Forschungs- und Industriestandort entwickeln konnte.

Kretschmer und Europaministerin Katja Meier (Grüne) dankten dem Personal des Verbindungsbüros bei einer Feierstunde für ihre Arbeit. «Dass der Freistaat in Europa einen so klangvollen Namen hat, ist auch das Verdienst unseres Verbindungsbüros. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben dem Freistaat in Brüssel Gesicht und Stimme. Ohne ihr Engagement würde es manches Projekt heute nicht geben», betonte der Ministerpräsident. Sachsen werde die Zukunft der EU weiter aktiv mitgestalten und habe sehr gute Voraussetzungen, eine Vorreiterrolle bei vielen Zukunftsthemen einzunehmen.

Nach den Worten von Europaministerin Meier ist Sachsen im Zuge der EU-Osterweiterung endgültig zu einer europäischen Schlüsselregion geworden. «Und nicht zuletzt dank der vom Freistaat initiierten Allianz der europäischen Grenzregionen hat die EU ihre Mittel im Bereich der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit deutlich erhöht. So sind etliche Kooperationen mit Polen und Tschechien möglich geworden, von denen unsere Region touristisch, wirtschaftlich und kulturell profitiert.» Sachsen liege nicht nur geografisch im Herzen Europas. «Das sächsische Herz schlägt auch für Europa

Aktuell sind im Verbindungsbüro Sachsens, das im Herzen des Brüsseler EU -Viertels gelegen ist, 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig.

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Tue, 26 Oct 2021 16:59:00 GMT

Brandon Lee: Verlobte spricht über seinen Unfall-Tod

Nach dem Unfall am Set von "Rust", hat sich Eliza Hutton zu Wort gemeldet. Ihr Verlobter, Brandon Lee, starb bei einem ähnlichen Vorfall.

Vor rund 28 Jahren starb Brandon Lee (1965-1993) nach einem Unfall mit einer Schusswaffe am Set von "The Crow - Die Krähe". Ein Fragment einer Kugel traf den Sohn von Martial-Arts-Legende Bruce Lee (1940-1973) tödlich. Er wurde 28 Jahre alt. Nachdem nun bei Dreharbeiten zu dem Western "Rust" die Kamerafrau Halyna Hutchins bei einem ähnlichen Unfall ums Leben gekommen ist, hat sich Brandon Lees damalige Verlobte, Eliza Hutton (57), zu Wort gemeldet.

Eine "vermeidbare Tragödie"

Gegenüber "People" nannte Hutton den Set-Unfall bei "Rust" eine weitere "vermeidbare Tragödie". Erstmals sprach sie über den Tod ihres Verlobten. "Vor achtundzwanzig Jahren wurde ich von dem Schock und dem Kummer über den sinnlosen Verlust der Liebe meines Lebens, Brandon Lee, erschüttert". Die beiden hatten ihre Hochzeit für kurz nach Abschluss der Dreharbeiten geplant.

Denke sie heute an den Mann und den Sohn der Kamerafrau Hutchins, die 42 Jahre alt wurde, schmerze Huttons Herz erneut. Sie fordere die Verantwortlichen auf, "Alternativen zu echten Waffen am Set in Betracht zu ziehen", erklärt sie weiter. "So etwas wie Requisitenpistolen gibt es nicht", schrieb sie demnach bereits zuvor auf einem privaten Instagram-Account.

An Filmsets werden oftmals echte Schusswaffen, aber keine scharfe Munition benutzt. Im Rahmen von Dreharbeiten im US-Bundesstaat New Mexico hatte sich vor wenigen Tagen offenbar versehentlich ein Schuss gelöst, als der Schauspieler Alec Baldwin (63) mit einer ihm gereichten Requisitenwaffe probte. Halyna Hutchins wurde tödlich verletzt, der ebenfalls getroffene Regisseur Joel Souza (48) soll sich auf dem Weg der Besserung befinden.

Auch Lees Schwester hat sich gemeldet

Lees Schwester Shannon (52) hatte sich bereits kürzlich auf Twitter dazu geäußert. Auf einem Account, auf dem Lee an ihren verstorbenen Bruder erinnert, schrieb sie: "Im Herzen sind wir bei der Familie von Halyna Hutchins, bei Joel Souza und allen, die an dem Vorfall bei 'Rust' beteiligt waren. Niemand sollte jemals von einer Schusswaffe an einem Filmset getötet werden."

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Tue, 26 Oct 2021 16:57:18 GMT

Konjunktur: DIHK-Chef warnt vor Schwenk zu autarker Nationalökonomie

Derzeit gibt es Probleme bei den Lieferketten. Doch das könnte sich kommendes Jahr wieder ändern, meint Peter Adrian.

DIHK-Präsident Peter Adrian warnt die künftige Bundesregierung vor übertriebenen Maßnahmen gegen die momentanen Lieferengpässe etwa bei Halbleitern.

«Unsere Lieferketten sind sehr komplex, und die momentane Knappheit ist auch auf die großen Konjunkturprogramme in den USA und China zurückzuführen», sagte Adrian dem «Handelsblatt». Aber es spreche einiges dafür, dass sich das im kommenden Jahr normalisiere. «Es wäre nicht sinnvoll, jetzt zu einer neuen Form autarker Nationalökonomie umzuschwenken», betonte der Unternehmer, der seit März an der Spitze des Deutschen Industrie- und Handelskammertags steht. Natürlich werde in Wirtschaftsbereichen nun neu über Lagerhaltung und sichere Logistik nachgedacht.

Zu einem Problem könne sich bald auch wieder der Arbeits- und Fachkräftemangel entwickeln, warnte Adrian. In Teilbereichen wie dem Gesundheitssektor oder der Logistik sei die Fachkräftekrise längst da: «Das Gastgewerbe hat zum Teil schon die Betriebszeiten gekürzt, weil es an Personal fehlt.» Abhilfe könne neben dem Engagement bei der Aus- und Weiterbildung auch verstärkte Zuwanderung schaffen. «Das Einwanderungsgesetz muss jetzt nach Corona richtig scharf geschaltet werden, etwa durch eine Beschleunigung der Visaverfahren.»

Außerdem müssten Politik und Unternehmen sicher beim Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf mehr tun. So könne er als Arbeitgeber zwar einen steuerfreien Zuschuss für die Kita zahlen, nicht aber für die Ganztagsbetreuung von Grundschülern, sagte Adrian. «Da gibt es sicher noch Verbesserungsbedarf.»

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Tue, 26 Oct 2021 16:50:51 GMT

Bahnmitarbeiter auf vier Beinen: Schnüffeln für Artenschutz

In einem Pilotprojekt in Bayern will die Deutsche Bahn (DB) den Einsatz von Artenschutzhunden bei Bauprojekten erproben. Ab Anfang nächsten Jahres sollen speziell ausgebildete Hunde in verschiedenen Regionen schützenswerte Tierarten wie Schlingnattern, Gelbbauchunken und Fledermäuse erschnüffeln, wie die Verantwortlichen am Dienstag in Frankfurt am Main bei der Vorstellung der neuen Hundestaffel erläuterten. Die für Bauvorhaben benötigte Zeit könnte dadurch, so die Hoffnung, massiv verkürzt werden.

In einem Pilotprojekt in Bayern will die Deutsche Bahn (DB) den Einsatz von Artenschutzhunden bei Bauprojekten erproben. Ab Anfang nächsten Jahres sollen speziell ausgebildete Hunde in verschiedenen Regionen schützenswerte Tierarten wie Schlingnattern, Gelbbauchunken und Fledermäuse erschnüffeln, wie die Verantwortlichen am Dienstag in Frankfurt am Main bei der Vorstellung der neuen Hundestaffel erläuterten. Die für Bauvorhaben benötigte Zeit könnte dadurch, so die Hoffnung, massiv verkürzt werden.

Sechs Tiere werden derzeit ausgebildet. Sie lernen mit Kot, Häutungen, Fell oder Sekreten die geschützten Arten zu erkennen, die sie ihren zweibeinigen Kollegen anzeigen sollen. «Sie riechen, was der Mensch nicht sieht», erklärte Jens Bergmann, Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte der DB Netz AG, die Idee dahinter.

Denn der Ausbau des Schienennetzes für eine Verkehrswende bedeutet immer wieder auch einen Eingriff in die Natur - und möglicherweise in das Lebensgebiet geschützter Arten, die vor Baubeginn umgesiedelt werden müssen. Bisher mussten sogenannte Kartierer die Flächen mehrfach abgehen und nach geschützten Arten absuchen - und das zu verschiedenen Jahreszeiten, um auch Tiere zu erfassen, die etwa einen Winterschlaf halten.

In der Regel dauert diese Artenschutzkartierung nach Bahnangaben ein Jahr, manchmal auch länger. Mit den Hunden, die zu jeder Jahreszeit und bei fast allen Wetterbedingungen eingesetzt werden können, soll sich die Durchsuchung eines Gebiets auf maximal zwei Monate verkürzen.

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Tue, 26 Oct 2021 16:48:04 GMT

83-jähriger Autofahrer verursacht Unfall: Acht Verletzte

Ein 83 Jahre alter Autofahrer hat am Dienstag einen schweren Verkehrsunfall in Euskirchen verursacht. Es gab insgesamt drei Schwerverletzte, fünf Menschen zogen sich leichte Verletzungen zu, sagte eine Polizeisprecherin am frühen Abend. Ersten Ermittlungen zufolge habe es sich bei dem Senior um einen «internistischen Notfall» gehandelt.

Ein 83 Jahre alter Autofahrer hat am Dienstag einen schweren Verkehrsunfall in Euskirchen verursacht. Es gab insgesamt drei Schwerverletzte, fünf Menschen zogen sich leichte Verletzungen zu, sagte eine Polizeisprecherin am frühen Abend. Ersten Ermittlungen zufolge habe es sich bei dem Senior um einen «internistischen Notfall» gehandelt.

Den Angaben zufolge kollidierte der 83-Jährige, in dessen Auto auch eine Beifahrerin saß, zunächst mit einem Radfahrer, touchierte dann ein geparktes Auto und fuhr anschließend in einen Linienbus. Die Schwerverletzten - darunter der Unfallverursacher und der Radfahrer - kamen ins Krankenhaus. Die Polizei ermittelt nun den genauen Unfallhergang. Rund anderthalb Stunden war der Bereich rund um die Unfallstelle gesperrt.

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Tue, 26 Oct 2021 16:40:55 GMT

Rücktritt der HU-Präsidentin: Verwunderung und Verständnis

Kurz vor Ende der Legislaturperiode hat die rot-rot-grüne Berliner Landesregierung ein umstrittenes Hochschulgesetz verabschiedet. Die Präsidentin der Humboldt-Universität will nun aus Protest zurücktreten. Kollegen äußern Verständnis.

Berlins Regierender Bürgermeister und Wissenschaftssenator Michael Müller (SPD) hat sich über den geplanten Rücktritt der Präsidentin der Humboldt-Universität, Sabine Kunst, verwundert gezeigt. Sie habe die Hochschule in vielen wichtigen Punkten vorangebracht und den Wissenschaftsstandort Berlin aktiv mitgestaltet, teilte der SPD-Politiker am Dienstag mit. «Wir nehmen den Rücktritt von Prof. Sabine Kunst mit Bedauern und Verwunderung zur Kenntnis.»

Kunst hatte gut ein halbes Jahr nach Beginn ihrer zweiten Amtszeit ihren Rücktritt zum Ende des Jahres angekündigt. Als Grund nannte sie die Ende September in Kraft getretene Novelle des Berliner Hochschulgesetzes (BerlHG). «Persönlich halte ich die wissenschaftspolitischen Weichenstellungen des BerlHG für gut gemeint, aber schlecht gemacht», hieß es in einer Erklärung.

Als einer der Knackpunkte gilt Paragraf 110. Dieser sorgt dafür, dass sich die Zahl der unbefristet beschäftigten wissenschaftlichen Mitarbeiter deutlich erhöhen wird. Kunst kritisierte im RBB am Dienstag unter anderem, dass der Paragraf «ohne Rücksprache mit den Hochschulen » dem Gesetz hinzugefügt worden sei, «und ohne einen Blick darauf zu legen, ob damit auch die Umsetzung dessen, was politisches Ziel war, gelingen kann».

Sichere Arbeitsplätze werden von vielen Wissenschaftlern gefordert, etwa mit der Kampagne «Ich bin Hanna». Als ungeklärt gilt aber die Finanzierung. Auch die aktuellen Hochschulstrukturen seien nicht darauf ausgerichtet, kritisierte Kunst.

Die Lösung der damit verbundenen Konflikte werde eine Aufgabe der nächsten fünf bis zehn Jahre werden. Die Änderungen in ihrer Gesamtheit gefährdeten die exzellente Weiterentwicklung der Humboldt-Universität und den Wissenschaftsstandort Berlin, so Kunst.

Müller wies das zurück: «Die Anforderungen des neuen Hochschulgesetzes mögen anspruchsvoll sein, aber sie sind wichtig für die langfristige Stärkung des Standorts und im konstruktiven Miteinander zwischen Hochschulen und Senat gut umsetzbar», so Müller.

Er ist als Wissenschaftssenator und Regierender Bürgermeister noch im Amt. Derzeit laufen die Koalitionsverhandlungen für die Bildung einer neuen rot-grün-roten Dreierregierung, der er nicht mehr angehören wird. Der SPD-Politiker ist in den Bundestag eingezogen.

Nicht nachvollziehbar sind die Pläne der Uni-Präsidentin auch für Tobias Schulze von der Linkspartei: «Für mich ist der Rücktritt zu diesem Zeitpunkt und mit dieser Begründung unverständlich», so der Sprecher für Wissenschaft und Forschung. «Wir haben als Landespolitik den Universitätsleitungen jede Unterstützung bei der Umsetzung des Hochschulgesetzes angeboten.»

Der forschungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Adrian Grasse, sprach von einem «Tiefschlag für die Wissenschaftsstadt Berlin». Er sei das Ergebnis der jüngsten wissenschaftspolitischen Fehlentscheidungen des rot-rot-grünen Senats. «Dass die Präsidentin einer Exzellenzuniversität ihr Amt niederlegt, weil sie die jüngste Novelle des Hochschulgesetzes nicht mittragen kann, ist eine schallende Ohrfeige für SPD, Linke und Grüne.»

Der FDP-Sprecher für Wissenschaft und Forschung, Stefan Förster, sieht in Kunst das «erste prominente Opfer der Novelle des Berliner Hochschulgesetzes». Ohne Notwendigkeit sei ein bewährtes und praktikables Hochschulgesetz in ein enges Korsett gezwängt worden, das statt Autonomie nun dirigistische Eingriffe in die Selbstverwaltung der Universitäten vornehme.

Martin Trefzer, wissenschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, bezeichnete den Rücktritt von Kunst als eine «schwere Klatsche» für den scheidenden Wissenschaftssenator Michael Müller und seinen Staatssekretär Steffen Krach. «Beide haben die berechtigten Warnungen Kunsts und anderer Hochschulpräsidenten leichtfertig in den Wind geschlagen, um ihre mit heißer Nadel gestrickte Novelle des Hochschulgesetzes noch vor den Wahlen durchzupeitschen». Um weiteren Schaden für den Wissenschaftsstandort Berlin abzuwenden, müsse die Novelle schnellstmöglich rückabgewickelt werden.

Eine «Novellierung der Novelle» forderte auch Christian Thomsen, Präsident der Technischen Universität Berlin. «Das Land Berlin hat mit der Novelle der international viel beachteten Erfolgsgeschichte der Berliner Universitäten einen schmerzhaften Dämpfer verabreicht. Der Rücktritt von Sabine Kunst ist ein deutlicher Ausdruck dessen», sagte er.

Auch die Universität der Künste Berlin habe vor Verabschiedung der Novelle des Hochschulgesetzes deutliche Kritik an Teilen der Inhalte geäußert, die leider nicht berücksichtigt wurden. «Dass es nun aufgrund der neuen Gesetzgebung zum Rücktritt der Vorsitzenden der Landeskonferenz der Rektoren und Präsidenten der Berliner Hochschulen und geschätzten Präsidentin der HU zu Berlin kommt, mit der wir stets kooperativ und gut zusammengearbeitet haben, bedauern wir sehr», sagte Norbert Palz, Präsident der Universität der Künste.

Auch der Präsident der Freien Universität Berlin, Günter M. Ziegler, äußerte sein Bedauern. Kunsts politische Kraft und Durchsetzungsfähigkeit werde im gemeinsamen Bemühen um Verbesserungen am neuen Berliner Hochschulgesetz sehr fehlen.

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Tue, 26 Oct 2021 16:39:13 GMT

Festgefahrene Schiffe im Rhein wieder frei

Die Schifffahrt auf dem Rhein ist an der Landesgrenze zu Baden-Württemberg zum Erliegen gekommen. Unter anderem wegen des niedrigen Wasserstands waren zuvor zwei Schiffe havariert. Die Rheinvertiefung lässt aber weiter auf sich warten.

Ein Fahrgastkabinenschiff und ein Tankschiff haben am Dienstag stundenlang den Rhein blockiert. Am Abend konnten die beiden bei Hagenbach an der Grenze zu Baden-Württemberg festgefahrenen Schiffe befreit werden und weiterfahren, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Einsatz, Logistik und Technik in Germersheim sagte. Größere Schäden gebe es an keinem der beiden Schiffe. Erst am 17. Oktober hatte sich ein Tankmotorschiff am Hagenbacher Grund im Kreis Germersheim festgefahren.

«Auch am Mittelrhein messen wir derzeit wieder sehr niedrige Pegelstände», teilte Verkehrsministerin Daniela Schmitt (FDP) der Deutschen Presse-Agentur mit. «Die Rheinvertiefung zwischen Mainz und St. Goar ist das wichtigste Wasserstraßenprojekt im Bundesverkehrswegeplan 2030.» Leider sei eine Baureife aber noch sehr weit entfernt. «Wesentlicher Hemmschuh ist nach wie vor die mangelnde Personalausstattung der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes.»

Einen Tag nach dem Fahrgastschiff hatte sich in der Nacht zum Dienstag das Tankschiff festgefahren - etwa hundert Meter entfernt. 50 Passagiere konnten das Kabinenschiff am Vormittag verlassen, das bereits in der Nacht zum Montag gestrandet war, wie die Behörden mitteilten. Etwa genauso viele Menschen gehörten zur Crew und seien vorerst auf dem havarierten Schiff geblieben.

Niedrigwasser habe in beiden Fällen eine Rolle gespielt, sagte ein Sprecher der Polizei . Der Rhein musste an der Stelle gesperrt werden.

Zum Unfallzeitpunkt des Ausflugsschiffs habe zudem dichter Nebel geherrscht, sagte ein Sprecher des zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes in Karlsruhe. Der Schiffsführer habe die Situation «nautisch» falsch eingeschätzt und das Boot am Grund festgefahren. Nach dem Hochwasser im Sommer hätten sich zudem zahlreiche Kieshaufen gebildet, auf die Schiffe auflaufen könnten, fügte der Sprecher hinzu.

«Gerade angesichts der horrenden Rohstoffpreise müssen wir Kosten so niedrig wie möglich halten», betonte Schmitt . «Die Rheinvertiefung würde den Transport von Gütern auf dem Rhein um 20 Prozent günstiger machen. Sie ist damit auch ein wichtiger Beitrag zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes Rheinland-Pfalz und seinen Arbeitsplätzen.»

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Tue, 26 Oct 2021 16:38:33 GMT

Beauftragter: Rund 3000 Besucher der Bürgerversammlungen

Die Bürgerversammlungen im flutgeschädigten Ahrtal werden laut dem Vor-Ort-Beauftragten der rheinland-pfälzischen Landesregierung insgesamt rund 3000 Besucher gehabt haben. Das sagte Günter Kern der Deutschen Presse-Agentur vor dem 17. und letzten Treffen am Dienstagabend in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Das Gesprächsformat in zahlreichen Kommunen sei gut und wichtig gewesen, mit vielen Fragen und auch Kritik der Anwohner. Die Versammlungen hätten bis zu rund vier Stunden gedauert.

Die Bürgerversammlungen im flutgeschädigten Ahrtal werden laut dem Vor-Ort-Beauftragten der rheinland-pfälzischen Landesregierung insgesamt rund 3000 Besucher gehabt haben. Das sagte Günter Kern der Deutschen Presse-Agentur vor dem 17. und letzten Treffen am Dienstagabend in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Das Gesprächsformat in zahlreichen Kommunen sei gut und wichtig gewesen, mit vielen Fragen und auch Kritik der Anwohner. Die Versammlungen hätten bis zu rund vier Stunden gedauert.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) ergänzte, die meisten Besucher seien Hauseigentümer gewesen. Unterstützung für Flutopfer gibt es im Ahrtal mit Tausenden beschädigten oder zerstörten Häusern auch von Experten an rund 20 sogenannten Infopoints, etwa beim Ausfüllen von Formularen für finanzielle Hilfe beim Wiederaufbau. Dreyer sprach zudem von Vertretern der Architektenkammer an 17 der Infopoints.

Laut Dreyer soll die Beratung für flutgeschädigte Bürger auch in den Hochwassergebieten in der Eifel und in Trier-Ehrang ausgeweitet werden. Am 14. und 15. Juli war es nach extremem Starkregen zu Sturzfluten gekommen. Alleine im Ahrtal starben 134 Menschen. Hinzu kam ein Todesopfer im Bereich des Polizeipräsidiums Trier.

Bei den Bürgerversammlungen im Ahrtal ging es um Überschwemmungsgebiete, Hochwasservorsorge und Wiederaufhilfen. Kern sagte: «Es war gut, dass die Leute darüber reden konnten.» Kritik sei etwa an den neuen Risikokarten für den Hausbau laut geworden. «Einige sagten, die Zonen müssten größer sein, andere, sie müssten kleiner sein», berichtete der ehemalige Innenstaatssekretär. 34 Häuser in besonders gefährdeten Gebieten dürfen nicht mehr aufgebaut werden. Manche Eigentümer anderer Immobilien befürchten laut Kern auch, dass diese an Wert verlieren.

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Tue, 26 Oct 2021 16:37:25 GMT

Brandenburger Kabinett bei EU: Woidke wirbt um Unterstützung

Brandenburg hat bei der Europäischen Kommission um weitere Unterstützung für den Weg des Landes hin zur Klimaneutralität geworben. Brandenburg halte zu Brüssel seit Jahren einen engen Kontakt, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. «Auf der anderen Seite zeigen wir mit großem Brandenburger Selbstbewusstsein, dass wir auch Lösungen haben, die für die gesamte Europäische Union für die Zukunft von großem Interesse sind.» Brandenburg wolle Modellregion für Klimaschutz, Strukturentwicklung und Wirtschaftswachstum werden und zeigen, dass wirtschaftliche Entwicklung und Klimaschutz gut zusammenpassen. Unter der Leitung von Woidke (SPD) hatte sich das Brandenburger Kabinett in Brüssel mit hochrangigen Vertretern der EU-Kommission sowie mit Brandenburger EU-Abgeordneten getroffen.

Brandenburg hat bei der Europäischen Kommission um weitere Unterstützung für den Weg des Landes hin zur Klimaneutralität geworben. Brandenburg halte zu Brüssel seit Jahren einen engen Kontakt, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. «Auf der anderen Seite zeigen wir mit großem Brandenburger Selbstbewusstsein, dass wir auch Lösungen haben, die für die gesamte Europäische Union für die Zukunft von großem Interesse sind.» Brandenburg wolle Modellregion für Klimaschutz, Strukturentwicklung und Wirtschaftswachstum werden und zeigen, dass wirtschaftliche Entwicklung und Klimaschutz gut zusammenpassen. Unter der Leitung von Woidke (SPD) hatte sich das Brandenburger Kabinett in Brüssel mit hochrangigen Vertretern der EU-Kommission sowie mit Brandenburger EU-Abgeordneten getroffen.

Brandenburg unterstütze das Ziel der Europäischen Kommission, bis 2050 klimaneutral zu werden, betonte der Regierungschef. Der Europäische Grüne Deal und die Digitalisierung seien Chancen und Treiber im Prozess zur Klimaneutralität . Zugleich müssten aber die Bedürfnisse der Unternehmen beachtet werden, machte er deutlich. Das betreffe sowohl ausreichende zeitliche als auch finanzielle Spielräume zur Anpassung.

Als Beispiel nannte Woidke die Energieregion Lausitz. Dort könne der vom Grünen Deal angestoßene Wandlungsprozess gelingen. Er wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Energiewende auch mit zusätzlichen Belastungen verbunden sei. Hierfür müsse ein vernünftiger Ausgleich gefunden werden. «Es muss gewährleistet sein, dass die Energiepreise für die Bürgerinnen und Bürger nicht durch die Decke gehen. Wir brauchen einen Klimaschutz mit sozialen Leitplanken», erklärte Woidke.

Bislang war der Kohleausstieg auf das Jahr 2038 terminiert. Die möglichen Ampel-Koalitionspartner im Bund - SPD , Grüne und FDP - haben in ihrem Sondierungspapier vereinbart, dass ein beschleunigter Ausstieg «idealerweise» bis zum Jahr 2030 gelingen soll.

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Tue, 26 Oct 2021 16:29:42 GMT

Landtag in Schwerin konstituiert: Hesse weiter Präsidentin

Die parlamentarische Arbeit im Landtag Mecklenburg-Vorpommerns kommt nach verlängerter Sommerpause wieder in Gang. Dem Parlament gehören nach der Wahl Ende September so viele Parteien an wie noch nie.

Gut vier Wochen nach der Neuwahl hat der Landtag Mecklenburg-Vorpommerns am Dienstag seine Arbeit aufgenommen. Ihm gehören erstmals in der mehr als 30-jährigen Geschichte seit Neugründung des Landes sechs Parteien an. Die in ihrem Amt bestätigte Landtagspräsidentin Birgit Hesse (SPD) mahnte in der konstitutionierenden Sitzung die 79 Abgeordneten aller Fraktionen, ihrer Verantwortung gegenüber den Wählern gerecht zu werden. Die Bürger sollten sich stets gut vertreten und mitgenommen fühlen.

«Ihnen - das formuliere ich bewusst so - dienen wir. Das gilt für diejenigen von uns, die die künftige Landesregierung tragen werden ebenso, wie für diejenigen von uns, die die Arbeit dieser Regierung und der sie tragenden Fraktionen kritisch begleiten und kontrollieren werden», sagte Hesse . Zum demokratischen Parlamentarismus gehörten harte Auseinandersetzungen dazu. Diese müssten aber fair und an der Sache orientiert geführt werden.

«Dass am Ende nach ausgiebiger Debatte eine Mehrheit über den jeweiligen Weg entscheidet, gehört zum Wesen der Demokratie », machte Hesse zugleich deutlich. Bei ihrer Wiederwahl hatte sie 59 von 79 Abgeordnetenstimmen auf sich vereint. Neun Parlamentarier stimmten bei elf Enthaltungen gegen die 46-Jährige.

Zuvor hatte der AfD -Abgeordnete Horst Förster in seiner Funktion als Alterspräsident die achte Wahlperiode des Landtags eröffnet. Der 79-Jährige beklagte, dass mit der neu beschlossenen Geschäftsordnung künftig nicht mehr der an Lebensjahren älteste Abgeordnete die erste Sitzung leiten werde, sondern der dienstälteste Parlamentarier. Förster betonte den Wert der Demokratie, sparte aber nicht mit Kritik an der Umsetzung durch die Regierungen in Land und Bund. Die Demokratie müsse sich im politischen Alltag stets aufs Neue bewähren, sagte er.

In der Debatte zur neuen Landtagsgeschäftsordnung beklagten Abgeordnete von FDP und Grüne eine Benachteiligung ihrer kleinen Fraktionen bei der Besetzung der Ausschussvorsitze. Es gehe nicht um Posten, sondern um die adäquate Darstellung des Wählerwillens auch in den Ausschüssen, erklärte Constanze Oehlrich von den Grünen. Ein Vorstoß, das Zählverfahren zugunsten der kleinen Fraktionen zu ändern, fand im Parlament keine Mehrheit.

In einem gemeinsamen Antrag brachten SPD, CDU, Linke und FDP eine Gesetzesänderung zum Abgeordnetengesetz ein. Es regelt unter anderem die Höhe der Diäten, die regelmäßig an die Bezüge eines Vorsitzenden Richters an einem Landgericht Mecklenburg-Vorpommerns angepasst werden. Aktuell erhalten Abgeordnete 6449 Euro im Monat, die nächste Steigerung ist für 2022 vorgesehen. Die Bemessung der Diäten sei «richtig, nachvollziehbar und transparent», betonte die Linken-Abgeordnete Jacqueline Bernhardt. Eine angemessene Entschädigung sichere die Unabhängigkeit der Mandatsträger.

Eine weiter Änderung sieht vor, dass Abgeordnete, die unentschuldigt fehlen, mit einem Strafgeld belegt werden. Außerdem müssen sie künftig detaillierter über Einkünfte aus nichtselbstständiger und selbstständiger Tätigkeit berichten. Der Gesetzentwurf wurde zur Beratung in den Vorläufigen Ausschuss überwiesen.

Dem Parlament gehören erstmals 79 statt bisher 71 Abgeordnete an. Grund dafür sind sogenannte Überhang- und Ausgleichsmandate. Diese kamen zustande, weil Wahlsiegerin SPD 34 der 36 Wahlkreise gewonnen hatte und damit mehr Sitze im Landtag erhält, als ihr nach dem Zweitstimmenergebnis zustehen würden. Die zweitgrößte Fraktion stellt die AfD mit 13 Abgeordneten. Die CDU ist mit 11, die Linke mit 9 Parlamentariern vertreten. FDP und Grüne stellen nach ihrer Rückkehr in den Landtag jeweils 5 Abgeordnete.

Bei der Wahl der Ersten Vizepräsidentin des Landtags setzte sich die CDU-Abgeordnete Beate Schlupp klar gegen ihre AfD-Konkurrentin Eva-Maria Schneider-Gärtner durch. Schlupp erhielt bei der Abstimmung 62 von 79 abgegebenen Stimmen. Für die neu ins Parlament gewählte Schneider-Gärtner votierten 15 Abgeordnete. Damit erhielt die AfD-Politikerin eine Stimme mehr als ihre Fraktion Mitglieder hat. Zwei der abgegebenen Stimmen waren ungültig. Auch bei der Wahl zur Zweiten Vizepräsidentin unterlag Schneider-Gärtner. Gewählt wurde mit 51 zu erneut 15 Stimmen die Linken-Abgeordnete Elke-Annette Schmidt.

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